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Mit dem Mercedes durch die Wüste für einen guten Zweck

07.03.2013 | 20:00 Uhr
Mit dem Mercedes durch die Wüste für einen guten Zweck
Mit dieser Mercedes C-Klasse fährt Uwe Schwierzke.Foto: Detlev Kreimeier

Velbert-Neviges.   Uwe Schwierzke nimmt an der „Dust and Diesel-Rallye“ von Marokko nach Mauretanien teil. Die dreitägige Autofahrt führt über das Atlasgebirge und durch Steinwüsten und ist auch nicht ungefährlich, weswegen Begleitschutz dabei ist. Am Ende werden die Autos für einen guten Zweck verkauft.

Einige Roststellen hat der weiße Mercedes. Radio und Klimaanlage gibt es nicht. Er ist sichtbar in die Jahre gekommen – kein Wunder bei Baujahr 1994. Etwa 340 000 Kilometer hat der Wagen jetzt schon auf dem Buckel.

Da wird in den nächsten Wochen auch noch einiges draufkommen. Mit diesem Auto wird Uwe Schwierzke zusammen mit Freund Christoph Neumann an der „Dust and Diesel-Rallye“ quer durch Afrika teilnehmen. Am Ziel in Mauretanien wird das Auto dann verkauft. Der Erlös geht an mauretanische Waisenhäuser.

Vom Hochgebirge bis in die Wüste

Los geht’s am 30. April in Neviges. Wenn alles gut geht, soll die Gruppe drei Tage später in Tarifa in Südspanien ankommen. Von dort aus geht es dann mit der Fähre nach Marokko. „Da geht es für uns dann richtig los“, sagt Uwe Schwierzke. „Wir fahren unter anderem durch das Atlasgebirge bis auf 3000 Meter Höhe und durch eine Steinwüste.“

Wenig Sicherheitsbedenken

Ganz ungefährlich ist die Tour nicht. „Auf dem Weg kommen wir auch an Minenfeldern vorbei. Da sollte man nicht von der Straße abweichen. Ab und zu sieht man auch ausgebrannte Autos an der Seite“, erzählt der gelernte Fernsehtechniker. Kriminalität fürchte er aber eher in Südeuropa als in Afrika. „In Afrika südlich von Marrakesch steht vor jeder größeren Stadt eine Polizeikontrolle. Da fühlt man sich ziemlich sicher. In Mauretanien fahren wir auch mit Militärgeleit – ich mache mir generell wenig Sorgen“, sagt Schwierzke.

Den kompletten Jahresurlaub von drei Wochen investiert der Produktmanager in die Rallye. „Meine Frau hält mich für verrückt. Aber ich war schon im vergangenen Jahr dabei. Und das hat mich einfach süchtig gemacht“, erzählt der 46-Jährige. Zusätzlich muss der Hobbymechaniker auch noch das Auto auf Vordermann bringen. Für 450 Euro habe er es gekauft. Etwa 300 Euro müssten noch reingesteckt werden. Wichtig seien vor allem ein Unterfahrschutz und die Höherlegung des Fahrzeuges. Am Ende der Rallye, an der auch noch etwa 25 andere Autos teilnehmen, sollen durch den Verkauf der Autos und des Materials insgesamt mindestens 20.000 Euro für die mauretanischen Waisenhäuser zusammenkommen. Die werden auf der Tour auch besichtigt. „Das Geld kommt zu hundert Prozent an“, versichert Schwierzke.

Mit sogenannten Buschtaxis fährt die Gruppe dann bis nach Dakar, von wo es mit dem Flugzeug endlich wieder in die Heimat geht.

Karoline Schubert


Kommentare
10.03.2013
11:46
Meine Frau hält mich für verrückt.
von fummel | #1

Dem kann ich mich nur anschließen.

Mit dem Mercedes durch die Wüste für einen guten Zweck?

Die anfallenden Kosten stehen in keinem Vergleich

zur Aussage für einen guten Zweck.

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