Minigolfer haben sich eingelebt
08.02.2012 | 20:08 Uhr 2012-02-08T20:08:00+0100
Langenberg. Seit einem Jahr spielt und trainiert der Bahngolfverein Bergisch Land auf der Anlage am Bismarckturm. Willkommene Gelegenheit, eine erste Bilanz zu ziehen.
Die Akteure selbst nennen es rückblickend „einen Kraftakt voller Höhen und Tiefen“: das erste Spieljahr, das der Bahngolfverein Bergisch Land in Langenberg hinter sich gebracht hat. Unterm Strich aber ziehen die Miniaturgolfer eine durchweg positiv Bilanz vom ersten Jahr auf ihrer neuen Anlage am Bismarcktum.
12 000 Euro und an die 400 Arbeitsstunden investierten die Vereinsmitglieder, um die alte Betonbahnen-Minigolfanlage des Verkehrs- und Verschönerungsvereins zu einer modernen Eternitbahn herzurichten, die mit ihren neuen Hindernissen auch internationalem Regelwerk entspricht. Ganz alleingelassen wurden die Miniaturgolfer, deren Verein sich 2001 aus dem Wuppertaler Bahngolfverein und dem MGC Solingen zusammenfand, allerdings nicht: Eine größere Spende aus dem PS-Spartopf der Sparkasse sorgte dafür, dass der Verein zumindest die die neue Anlage am Bismarckturm nicht gänzlich selbst tragen musste.
„Sportlich gesehen landete der Verein im ersten Turnier auf der neuen Anlage einen Volltreffer“, heißt es in der Jahresbilanz. Die 2. Mannschaft konnte gleich ihr erstes Heimspiel gewinnen. Die 1. Mannschaft hingegen konnte dies nicht wiederholen und musste bei den etablierten Teams der 2. Bundesliga doch erstaunt zugeben, wie man noch unbekannte Anlagen innerhalb weniger Tage austrainieren kann.
„Einen echten Dämpfer gab es kurz darauf im nationalen Pokal“, so Tobias Dochat, Sprecher des BGV Bergisch Land. Optimistisch sei man ins Duell mit Bad Salzuflen gegangen – und habe es deutlich mit 2:8 Punkten verloren. Die nächsten Ligaspiele stehen für die beiden Mannschaften des Vereins im Frühjahr an. Die sollen besser vorbereitet und dann so erfolgreich wie möglich gestaltet werden.
Ebenfalls nicht erfolgreich war die Bewerbung zur Ausrichtung der Westdeutschen Meisterschaften im Miniaturgolf 2012. Bei der Abstimmung im zuständigen Gremium des Verbandes erhielt der Verein trotz vieler lobender Worte im Vorfeld nicht die erforderliche Mehrheit. Doch davon lässt man sich bei den Bergischen nicht die Laune verderben. „Wir werden weiterhin die Bahnen und Anlage verfeinern und werden uns dann nochmals für eine Ausrichtung Bewerben“, hieß es.
Sportlich sind die Ziele fürs Frühjahr schon klar gesteckt. Für beide Mannschaften heißt es nach dem Stolperstart im Herbst, die Klasse halten. „Das Potenzial ist auf jeden Fall vorhanden“, sagen beide Mannschaftskapitäne.
0mitdiskutieren