Mehr Attacken gegen Ordnungshüter
08.07.2011 | 18:24 Uhr 2011-07-08T18:24:00+0200
Velbert. Die Gewaltbereitschaft von Bürgern gegenüber Polizeibeamten, Feuerwehrleuten und Rettungskräften nimmt zu – auch vor Ort. Ulrich Löhe, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde: „Die Hemmschwelleauf Polizeibeamten loszuschlagen ist gesunken.“
Vor rund 20 Jahren, wenn die Polizei zu einer Kneipenschlägerei gerufen wurde, reichte das Eintreffen der Polizei, um dem Streit ein Ende zu setzen.
Heute sieht das ein wenig anders aus. Ulrich Löhe, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde: „Die Hemmschwelle, auf Polizeibeamten loszuschlagen ist gesunken.“ Alkohol spiele dabei eine sehr große Rolle. „Die Menschen sind dadurch enthemmter.“ Wut trage auch zur Enthemmung bei. „Ich sehe das als gesellschaftliches Problem“, erklärt Löhe und betrachtet das Problem vor dem „allgemeinen Hintergrund der veränderten Werte.“
Gewerkschaft der Polizei wird aktiv
Quantitativ bedeutet das im Kreis einen Anstieg von 73 Widerständen im Jahr 2006 zu 123 vier Jahre später. Der traurige Höhepunkt liegt im Jahr 2009 mit 125 Widerständen.
Grund genug für die Gewerkschaft der Polizei (GdP), in Aktion zu treten. Die Strafe für Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, wurde vom Bundestag in dieser Woche, von zwei auf drei Jahre erhöht. Das Gesetz gilt auch für Feuerwehrleute und Rettungskräfte.
Das Gebäude, in dem die Kreispolizeibehörde in Mettmann ihren Dienstsitz hat, liegt an der Düsseldorfer Straße. Die Adresse lautet aber Adalbert-Bach-Platz 1. Es ist das einzige Haus am Platz. Warum der Name? Der Diensthundeführer in Mettmann, Adalbert Bach, wurde am 10. Januar 1993 in Ausübung seines Dienstes erschossen – mit einer Schrotflinte. Dem Wunsch der Kollegen, den Platz nach dem Kollegen zu benennen, wurde nachgekommen. Gewalt gegen Polizisten nimmt zu, auch in Mettmann.
„Wir wollten, dass von der Politik ein Zeichen gesetzt wird, dass wir auch nur Menschen sind und unsere Arbeit machen“, berichtet Rüdiger Schmidt, Vorsitzender der GdP im Kreis. „Es war zwar eine Mindeststrafe gefordert, aber darauf wurde nicht eingegangen“, bedauert Schmidt.
Trotzdem sind sie froh, dass das Gesetz auch für andere Einsatzkräfte gilt. Denn Reinhard Lüdecke, Sprecher der Feuerwehr vor Ort bestätigt: „Es ist wirklich eine deutliche Zunahme von verbalen Angriffen und Bedrohungen zu erkennen.“ In einigen Fällen mussten Patienten unter Polizeischutz behandelt werden, berichtet Lüdecke, zu Rangeleien komme es schon mal.
Städtischer Ordnungsdienst nicht betroffen
Ganz anders sieht es beim städtischen Ordnungsdienst aus. Hans-Joachim Blißenbach erklärt, dass ihm Gewalt weder gegenüber dem Ordnungsdienst noch den Politessen bekannt sei. „Ein einziges Mal sei eine Diskussion mit einer Politesse vor Gericht gelandet“, berichtet der Stadtpressesprecher.
Es tut sich aber noch ein weiteres Problem auf: Schreite die Polizei beispielsweise bei Ehestreitigkeiten ein, ginge das Paar oft gemeinsam auf die Beamten los. Körperliche Angriffe wie Boxen, Schubsen oder Treten seien keine Seltenheit, sagt Ulrich Löhe. Die Ausbildung der Polizei reagiere darauf mit Deeskalationstraining sowie Selbstverteidigung.
15:25
...wenn jeder den Anderen freundlich und mit Anstand begegnet, wird es auf beiden Seiten keine Probleme geben!
Achtung vor dem Alter und vor der Uniform und im allgemeinen vor seinen Mitmenschen ist Heute bei vielen ein Fremdwort. Und übrigens, Radikalismus und ähnliches ist kein Mittel, um etwas zu ändern. Das kann man mit friedlichen Demos, oder auch mit seiner Stimmabgabe bei Wahlen beinflussen.
Leider ist Kloppen Heute modern geworden, um den eigenen Frust loszuwerden. Der Inhalt der BIRNE ist wohl auch nicht mehr der, der es früher einmal war. Das liegt wohl auch an der Erziehung und am Einfluss mancher Gesellschaftsformen und am Einfluss von Übersee. Der ganze Mist, der da herkommt wird hier gerne aufgenommen.
Ich kann für mich nur sagen, (auch wenn es nicht gerne gehört wird) früher, so vor 30 Jahren war fast alles besser wie Heute, zumindest in dieser Beziehung. Bin 60 Jahre alt und kann da mitreden.
03:46
Es gibt keine Gewalt von Polizisten gegenüber Bürgern... Polizisten sind im Dienst teilweise Gottgleich und deshalb unfehlbar!
15:19
Man muss doch die Frage stellen, welche Ursachen es dafür gibt.
http://www.hna.de/nachrichten/stadt-kassel/kassel/gewalt-gegen-polizisten-viel-hass-noch-erlebt-1293988.html
14:36
Gewalt gegen Polizisten nimmt zu - was ist mit der Gewalt VON Polizisten, ganz gleich ob psysischer oder psychischer Natur? Was ist mit Polizisten die - auch im Dienst - Menschen schikanieren und beleidigen? Das interessiert niemanden, so Themen werden nichtmals behandelt, wie auch. Schonmal versucht einen Polizisten anzuzeigen weil er im Dienst ein womöglich strafbares Fehlverhalten an den Tag legte? Kein/e Polizist/In wird eine Anzeige gegen einen Amtskollegen/eine Amtskollegin schreiben oder gegen diese/n aussagen.