Marktbeschicker in Velbert warten auf Freigabe von Parkplätzen

Wenn diese Fläche freigegeben ist, werden die Taxis hier halten. Auf der Postseite kann dann geparkt werden.
Wenn diese Fläche freigegeben ist, werden die Taxis hier halten. Auf der Postseite kann dann geparkt werden.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Es gibt zu wenig Parkplätze in Rathausnähe – beklagen die Marktbeschicker für den Velberter Wochenmarkt. Und hoffen, dass die neuen Flächen an der Post bald freigegeben werden.

Velbert..  Heiß ersehnt werden von den Marktbeschickern auf dem Rathausplatz die neuen Parkplätze gegenüber der Post. Warum der nah gelegene Parkraum gerade für die Händler so wichtig wäre, erläutert Hans-Lothar Albert, der als Sprecher für die Märkte in Mitte, Neviges und Langenberg zuständig ist: „Der Markt leidet darunter, dass ringsherum keine Parkplätze zu finden sind. Wir hören oft von den Kunden, dass sie dreimal um den Platz und dann wieder gefahren sind, weil sie nichts gefunden haben.“ Arnd Sullima, Sachgebietsleiter Verkehrsmanagement der Technischen Betriebe (TBV) hält die Parkplatznot für einen eher subjektiven Eindruck: „Es gibt genügend Parkraum. Wir haben z. B. 48 Parkplätze neu auf dem Europaplatz geschaffen. Und im Bereich der ehemaligen Pestalozzischule gibt es sogar 200 Parkplätze, von denen viele fast permanent frei sind.“

Zu weit für schwere Einkäufe

Zu weit entfernt für viele seiner Kunden, glaubt Albert, der auch das Parkhaus an der Friedrich-Ebert-Straße für keine echte Alternative hält: „Unten sind Frauenparkplätze, dann kommen die von einem Lebensmittelhändler und bis zur fünften/sechsten Etage fährt der typische Marktbesucher nicht. Außerdem fahren viele aufgrund der Enge nicht gerne ins Parkhaus.“ Und Albert, der selbst seit 1962 auf Märkten verkauft, kennt noch weitere Argumente, die für nähere Parkplätze sprechen: „Gehen Sie mal mit einem Zehn-Kilo-Sack Kartoffeln in die sechste Etage.“ Auch wenn die Parkplatzsituation das erste ist, was er für zurückgehende Besucherzahlen verantwortlich macht, weiß er doch auch um andere Faktoren: „In der Innenstadt ist ja auch keiner mehr, woher sollen denn die Marktbesucher kommen. Die Leute kaufen einfach nix mehr.“

Natürlich habe er auch daran gedacht, durch weitere attraktive Stände mehr Kunden zu locken. „Da muss man erst mal jemanden finden. Die kommen und merken, dass sie kaum Umsatz haben und sind dann ganz schnell wieder weg.“ Er hofft zumindest, dass sich durch die Postparkplätze die Situation verbessert. Allerdings wird er darauf wohl noch eine Weile warten müssen. So erklärt Meik Podschuweit, städtischer Bauüberwacher der TBV: „Das Gelände ist noch nicht fertig, die mit dem Bau des zentralen Omnibusbahnhof betraute Firma nutzt den Platz zur Zeit als Lagerfläche. Allerdings können die Plätze, die dann mit den Taxiständen gegenüber getauscht werden, erst abgenommen werden, wenn die Poststraße fertig gestellt wurde. Da muss noch eine Asphaltdecke drauf, die aber erst ab 10 Grad Außentemperatur aufgetragen werden kann.“