Manuel Andrack zeigte Wander-Show in Neviges

Gleich zweimal Andrack: Viele Fotos und Filme gehörten zu Manuel Andracks kleine Wandershow „Lachen Sie sich Blasen“. Die Veranstaltung lief im Rahmen der Neanderland-Wanderwoche.
Gleich zweimal Andrack: Viele Fotos und Filme gehörten zu Manuel Andracks kleine Wandershow „Lachen Sie sich Blasen“. Die Veranstaltung lief im Rahmen der Neanderland-Wanderwoche.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
„Lachen Sie sich Blasen“ heißt die vergnügliche Wander-Show von Manuel Andrack, Pate des Neanderland-Steigs. Der Ex-Redaktionsleiter der Harald Schmidt-Show trat in der Vorburg auf.

Nein, mit Harald Schmidt zusammen sei er nie gewandert. Wer weiß, was den beiden da auch alles in den Sinn gekommen wäre. Aber auch alleine hat Manuel Andrack, Pate des Neanderland-Steigs und 13 Jahre lang Redaktionsleiter der Harald Schmidt Show, allerhand Kurioses erlebt. Einen Teil davon präsentierte er seinem Publikum in der Vorburg mit der amüsanten Wandershow „Lachen Sie sich Blasen.“

Kleiner Wermutstropfen: Aus der angekündigten Open-Air-Vorführung im Innenhof wurde nichts, obwohl das Wetter hundertprozentig mitspielte. Bei nur 70 Zuschauern verlegte der Veranstalter Velbert Marketing die Show in den warmen Bühnenraum. So wenig Zuschauer, so hieß es, würden sich draußen verlieren. Doch die, die kamen, haben nichts bereut. Und Manuel Andrack, „das Gesicht der Neanderland-Wanderwoche“, wie Michael Ruppert, stellvertretender Landrat des Kreises Mettmann, launig anmerkte, sparte nicht mit Lob für Land und Leute.

Man nehme nur diese Ureinwohner. „Ich habe erlebt, wie zwei eigentlich unvereinbare Welten zusammentrafen“: Es kommt ein Foto mit einem Glas Alt und einem Glas Kölsch. „Sie gehörten einem älteren Ehepaar, ich habe vor Rührung geweint.“

Ein bisschen Satire, ein wenig Comedy, die ein oder andere Information – die Mischung kam an. Warum nur, fragen sich Eltern, finden viele Kinder wandern doof? „Auch eine Sache der Gene.“ Während Manuel Andrack seit Kindesbeinen ein Wandervogel ist, hat seine Schwester die Ausflüge gehasst, wie Kinderzeichnungen der beiden zeigen. „Ich frage mich, woher kommt dieses Trauma? Liegt das an den Medien?“ Stöhnt doch Peter Lustig im Kika schon nach schlappen 11 Schritten: „Jetzt tun mir aber die Füße weh!“ Was Kinder anlocke: „Sie lieben Wasser, also Bäche, Pfützen. Und Sie als Eltern müssen ehrlich sein, dass es auch mal anstrengend sein kann.“

A propos Anstrengung: Die war für den leidenschaftlichen Wanderer an der Ostwand des Watzmannes so groß, dass ihn ein Bergsteiger beim Abstieg „wie einen Hund Gassi führte“, Andrack. „Ich habe hyperventiliert und geschrien: Ich hasse die Berge.“ Statt des geliebten Belohnungsbieres bekam er nur Gemüsebrühe herunter. Da hatte sich selbst der Profi zu viel zugemutet. „Das war schon gefährlich.“ Mit einer Tiefen-Hypnose endete der amüsante Abend. „Lassen Sie ihr Auto stehen, nehmen Sie nicht die S-Bahn. Wandern Sie!“