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Keine „höhere Gewalt”

Mallorca-Reisende freuen sich auf die Insel

11.08.2009 | 09:00 Uhr

Velbert. Nach weiteren Bombenanschlägen bleiben die meisten Velberter Urlauber gelassen.

Nach weiteren Bombenanschlägen auf Mallorca gehen die Tourismusexperten zwar nicht davon aus, dass Auswirkungen auf die Reisebranche der Ferieninsel zu fürchten sind. Doch die Nachfragen nehmen zu, berichtet das Auswärtige Amt, das bislang von einer Reisewarnung absieht.

Im Reisebüro in der Corbygasse ist zu erfahren, dass die vorerst letzten Kunden am Wochenende nach Mallorca geflogen sind. „Nachfragen hat es nach dem ersten Anschlag nicht gegeben”, berichtet Melanie Hitzblech. Auch sei am Montag keine Stornierung eines bereits gebuchten Mallorca-Urlaubs eingegangen. „Wer sich unsicher fühlt, kann jederzeit gerne Kontakt mit uns aufnehmen”, verspricht Hitzblech.

Allerdings: Eine kostenfreie Stornierungen der Mallorca-Reise ist bislang noch nicht möglich. „Solange die Reiseveranstalter dies nicht selber anbieten, trägt der Kunde, der seine Reise nicht antreten will, die Kosten für eine Umbuchung oder Stornierung selbst”, erklärt Ana Represas vom Reisebüro „Drei und Drei”. Bei den ETA-Anschlägen handelt es sich nicht um „höhere Gewalt”. Solange das Auswärtige Amt nicht explizit von Reisen nach Mallorca

abrät, gelten die normalen Storno- und Umbuchungs-

bestimmungen.

Wer seine Reise nach Mallorca händeringend streichen möchte, könne versuchen, die Bedrohung durch die Bombenanschläge gemeinsam mit einer Bedrohung durch die Schweinegrippe in einen Topf zu werfen. „Da müsste man versuchen, an die Kulanz der Veranstalter zu appellieren”, rät Sandra Todaro vom TUI-Reisecenter. „Im Bedarfsfall helfen wir da weiter.” Doch die große Mehrheit der Reisenden reagiere auf die ETA-Anschläge gelassen. „Die meisten freuen sich auf ihren Urlaub und berichten höchstens von verstärkter Polizeipräsenz vor Ort”, meint Ana Represas.

Sven Westernströer

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