Lohnsteuerhilfverein unterstützt auch Velberter

Jetzt geht’s so langsam los, jetzt ist für viele die Zeit gekommen, sich um ihre Lohnsteuererklärung zu kümmern. Ein bisschen Zeit ist noch, denn die Frist endet erst Ende Mai.
Jetzt geht’s so langsam los, jetzt ist für viele die Zeit gekommen, sich um ihre Lohnsteuererklärung zu kümmern. Ein bisschen Zeit ist noch, denn die Frist endet erst Ende Mai.
Foto: ddp
Was wir bereits wissen
Im Frühjahr sitzen viele Arbeitnehmer vor den Formularen für das Finanzamt. Hilfe gibt es von Steuerberatern oder dem Lohnsteuerhilfeverein. Der sitzt auch in Velbert.

Velbert..  Belege sortieren, die Versicherungsunterlagen parat halten. Ganz wichtig: Die Lohnsteuerbescheinigung vom Arbeitgeber. Sonst noch was? Vielleicht Spendenquittungen . . .

Jedes Jahr raucht bei vielen Arbeitnehmern der Schädel, wenn es daran geht, die Lohnsteuererklärung auszufüllen. Manche behelfen sich mit Software, die es zu unterschiedlichen Preisen – und in unterschiedlicher Qualität – fast überall zu kaufen gibt. „Andere sagen: ,Ich geh’ lieber zum Profi’“, sagt Lars Schöneberg.

Dieser Mann ist eben einer solchen Profis, leitet die Stelle Velbert des Lohnsteuerhilfevereins. Rund 1000 Mitglieder zählt der allein in der Schlossstadt, viel Arbeit für Schöneberg: „Das ist ein Full-Time-Job. Natürlich mache ich auch mal Urlaub mit der Familie, aber ansonsten bin ich immer ansprechbar. Auch kurz vor Weihnachten noch.“ Denn die Fristen für die Abgabe der Steuererklärung sind unterschiedlich: Wer sich helfen lässt, etwa vom Lohnsteuerhilfeverein oder einem Steuerberater, bei dem reicht in der Regel die Abgabe am Ende des Jahre. Heißt: Die Steuererklärung für 2014 muss erst im Dezember 2015 beim Finanzamt sein.

Nicht jeder muss sich erklären

„Aber es gibt Ausnahmen“, sagt Lars Schöneberg. „Wer regelmäßig und hartnäckig zu spät dran ist, dem kann das Finanzamt auch andere, frühere, Fristen aufs Auge drücken.“ Und wer muss überhaupt eine Steuererklärung abgeben? „Leute mit besonderen Faktoren“, beginnt Schöneberg. „Zum Beispiel sind das Paare, bei denen einer arbeitet und einer Rente bezieht. Oder Menschen, bei denen sich die Steuerklasse geändert hat, die den Arbeitgeber gewechselt haben oder die in den Steuerklassen III und V eingruppiert sind.“ Aber es gebe auch Ausnahmen: „Wer seit Jahren beim gleichen Arbeitgeber beschäftigt und Single ist, der ist nicht verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben.“

Wer Mitglied im Lohnsteuerhilfeverein wird, zahlt einen Beitrag. Der wiederum ist abhängig „vom Einkommen und je nachdem wie komplex sich die Situation des Mitglieds darstellt“, erläutert Lars Schöneberg. „Zwischen 40 und 220 Euro werden dann fällig.“

Finanzamt kann Dinge anders sehen

Was für den Verein spreche, so Schöneberg, sei auch, dass er nach Abgabe der Steuererklärung weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung stehe. „Wir können dann etwa erklären, wie Abweichungen zum Beispiel bei den Rückzahlungen entstehen.“ Denn manchmal sehe das Finanzamt Dinge anders als derjenige, der die Erklärung ausfüllt. „Es hat auch schon mal den Fall einer Doppelerfassung gegeben. Wer das laufen lässt, verschenkt Geld.“