„locate solution“ ging nach Essen
26.01.2013 | 00:27 Uhr 2013-01-26T00:27:00+0100Neviges. Eine fehlende geeignete Immobilie. Dies ist der Grund, warum die bisher auf der Straße „Auf’m Angst“ in Tönisheide angesiedelte „locate solution GmbH“ mit ihren gegenwärtig 22 Mitarbeitern zum Jahreswechsel Velbert verlassen hat und nunmehr am Bonsiepen 7 in Essen eine neue Heimat gefunden hat.
Dort will die „High-Tech-Schmiede“ ein neues Konzept für den Aufbau eines Kompetenzzentrums für alltagsunterstützende Assistenzlösungen (AAL), die ein sicheres und komfortables Wohnen unterstützen, optimal verwirklichen. Ebenso werden die Bereiche der Entwicklung und Fertigung kompletter Sicherheitslösungen zum Schutz von Personen und Objekten, beispielsweise in Industrieanlagen oder im Bergbau weiter ausgebaut. Mit zukunftsfähigen, technisch ausgereiften Produkten lassen sich individuelle Lösungen für den jeweiligen Nutzungsbereich realisieren.
Produktion jetzt in Ratingen
Mit der Produktion der Mikroelektronik zog die Firma zeitgleich nach Ratingen, um dort nach modernsten Qualitätsstandards fertigen zu können. Bereits im November 2012 wurde die Produktion nach ISO 9001 zertifiziert, welche umfangreiche Anforderungen an das Qualitätsmanagement festschreibt.
„Mit dem Umzug nach Essen sind wir nun noch besser für unsere Kunden zu erreichen: der Hauptbahnhof liegt in unmittelbarer Nähe, ein benachbarter Autobahnanschluss und die schnelle Anbindung zum Flughafen Düsseldorf sind ebenfalls gegeben“, unterstreicht das Unternehmen den Essener Standortvorteil.
Begonnen hatte alles im Oktober 1996. Der Nevigeser Martin Reich „bastelte“ an der Straße Im Holz in Neviges sprichwörtlich in der Dachkammer „nur mit Telefon, Telefax und Handy“ seine ersten Elektronikteile. Die Schloss- und Beschlagindustrie sowie der Maschinenbau gehörten zu den Hauptabnehmern der Entwicklungen.
Nach einem Konjunktureinbruch im Maschinenbau entwickelte das Unternehmen das Senso-Notrufsystem „Loc.sens“. Es ist innerhalb von 15 bis 30 Minuten auch von Nicht-Fachleuten in Wohnungen installiert. In den jeweiligen Räumen werden insgesamt fünf Kombi-Sensoren eingebaut. Sie liefern wichtige Infomationen über das Wohlbefinden der dort lebenden Menschen.
Erfolgen über das System keine Datenübertragungen mehr, geht ein Signal des Notrufsystems an eine ausgewählte Vertrauensperson heraus. Wenn keine Meldung mehr erfolgt, werden über eine Notrufzentrale weitere Schritte eingeleitet.
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