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Erstes Treffen des neuen Leserbeirats

Leserbeirat hat die Stadt im Blick

22.05.2012 | 19:00 Uhr
Leserbeirat hat die Stadt im Blick
Der neue Leserbeirat der WAZ in der Lokalredaktion an der Friedrichstraße. Foto : H.W. Rieck WAZ FotoPool

Velbert.  Neun Velberterinnen und Velberter aus allen drei Stadtteilen bilden denneuen WAZ-Leserbeirat. Er ist gespannt auf die ungewohnte Perspektive.

Neun Überzeugungstäter waren es, die sich am Montagabend als neuer Leserbeirat der WAZ in der Lokalredaktion vorstellten – engagierte Bürgerinnen und Bürger mit ausgeprägter Leidenschaft fürs tägliche WAZ-Lesen. Sie machten deutlich, dass eine Stadt zum Funktionieren eine starke Tageszeitung braucht, die sich bei allen relevanten Themen wie Kultur, Schule und Bildung, Einkaufen oder Wirtschaft einmischt. Das wollen die Leserbeiräte in den nächsten zwei Jahren aus noch ungewohnter Perspektive miterleben und auch mitgestalten. „Das kann eine spannende Zeit werden“, brachte es Leserbeirat Norbert Stevens auf den Punkt. Die Beiräte im Einzelnen:

Ute Hecker

Die 68-jährige Velberterin, Mutter zweier erwachsener Söhne und Großmutter von vier Enkeln, hat früher als kaufmännische Angestellte in der Firma ihres Mannes gearbeitet und sich viele Jahre im Stadtrat, in Ausschüssen und auch im Kreistag engagiert. Ihre Motivation für den Leserbeirat: „Ich will den Erfolg der WAZ, finde den generellen Schwund bei den Tageszeitungen nicht hinnehmbar.“ Seit Jahrzehnten gehöre die WAZ, die Velberter Zeitung, zu ihrem Leben dazu.

Herbert
Leonhardt

Das Herz des gebürtigen Uelzeners, der seit seinem siebten Lebensjahr in Niederberg lebt, schlägt für den Schießsport. 64 Jahre alt ist er, ist zweiter Vorsitzender des Schützenvereins Kleine Schweiz und auch auf Verbandsebene aktiv. Bis zum Ruhestand arbeitete der Tönisheider als kaufmännischer Angestellter überwiegend im Außendienst. Die WAZ gehört zu seinem Leben dazu – „aber ich bedauere, dass die WAZ insgesamt zu ruhrgebietslastig ist.“


Lars Michalski

Der 37-jährige Geschäftsführer einer Firma in Gevelsberg ist das jüngste Mitglied im neuen Leserbeirat. Mit seiner Frau und zwei Kindern lebt Michalski in Nierenhof an der Stadtgrenze zu Hattingen und Essen. Das Mountainbike, Jogging und Motocross gehören zu seinen Hobbys. Der dynamisch auftretende Mann, der die WAZ-Berichterstattung auch online im Nachrichtenportal DerWesten.de verfolgt, wünscht sich einen städteübergreifenden Veranstaltungskalender, „damit ich weiß, was für meine Familie wo im Angebot ist.“

Stefan Mysliwitz

Der 42-jährige gebürtige Nevigeser wohnt im schönen Deilbachtal, muss aber täglich zur Arbeit in ein Düsseldorfer Telekommunikationsunternehmen. Privat liebte es der Vater von drei Kindern lange Zeit eher laut: Mysliwitz spielte im 1. Fanfarencorps Neviges, engagierte sich dort in der Jugendarbeit und hielt Pressekontakt. Der WAZ schreibt er ins Stammbuch: „Noch mehr berichten über das reichhaltige Vereinsleben in unserer Stadt!“

Gabriele Pohley

Viele Jahre hat die 61-Jährige im Langenhorst gelebt, seit eineinhalb Jahren schätzt sie die Vorzüge von Neviges, „wo ich immer donnerstags auf diesen wunderbaren Markt gehen kann.“Die gelernte Zahnarzthelferin kennt ihre Stadt wie ihre Westentasche, zumal sie drei Jahre lang Stadtführungen angeboten hat. Seit 15 Jahren arbeitet Pohley ehrenamtlich bei einer kirchlichen Institution. Warum Leserbeirat? „Ich bin ein neugieriger Mensch!“

Dr. Karen
Schemken

Als die heute 43 Jahre alte Mutter von drei Kindern seinerzeit Tiermedizin in Hannover studierte, war das auch ein Ausbruchversuch aus Velbert, bekennt die gebürtige Tönisheiderin. Doch über Hattingen und die Flandersbach kehrte die freischaffende Fachjournalistin in hiesige Gefilde zurück, lebt heute im Langenhorst. In ihrer Freizeit trainiert sie mit ihrem Hund Paula in der Rettungshundestaffel des THW. „Medien haben mich immer schon fasziniert, zumal bereits in meinem Elternhaus auf Grundlage der Tageszeitung viel diskutiert wurde“, sagt Schemken. Wichtig ist ihr, dass sich die vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten der Bürger in der WAZ wiederfinden.


Hermann-Josef Schmitz

„Von Geburt und Funktion Langenberger“, gibt der 67-Jährige zu Protokoll. Die meisten Senderstädter (und Velberter) verbinden den umtriebigen Schmitz mit der CDU, für die der seit 1971 kommunalpolitisch tätige Mann im Stadtrat sitzt. Der Vorsitzende des Sportausschusses hält sich und seine Frau fit mit Ehepaarturnen, Skigymnastik und Jogging. Seine Motivation beim Zeitungslesen: „Den Überblick über diese Stadt nicht verlieren!“


Simone Staude

Die 51-jährige gebürtige Essenerin hat den Überblick – aus dem BKS-Hochhaus, dem höchsten Punkt Velberts. Die Mutter einer 20-jährigen Tochter interessiert sich „für alles, außer Sport“. Die kaufmännische Angestellte einer großen Firma versteht sich als Velberterin, ihren Mitbürgern wirft sie „diese nervige Kleinstaaterei aus Velbert, Neviges und Langenberg“ vor. Von ihrer WAZ wünscht sie sich, immer wieder Jugendprobleme zu thematisieren, von denen es viele gebe. „Nur so kann man die nächste Generation an die Zeitung binden.“

Norbert Stevens

Der studierte Lehrer hat schon viel im Leben gemacht, war einige Jahre Assistent der Geschäftsführung bei der Firma Puki, bevor er zu den WfB Werkstätten des Kreises Mettmann wechselte, wo er heute für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich ist. Norbert Stevens lebt in Neviges und hat viel Gold in der Kehle: Der passionierte Sänger singt im Doppelquartett „Ars Cantica“, das soeben in Hamm zum Meisterchor gekürt wurde (WAZ berichtete). Stevens sorgt sich um die mangelnde Nachfrage nach kulturellen Veranstaltungen, die Kultur in Velbert insgesamt, die er noch mehr in der WAZ repräsentiert sehen möchte.

Von Matthias Spruck (Text)und H.-W. Rieck (Fotos)


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