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Langer Weg zum Reitweg

17.10.2008 | 18:43 Uhr

Heidi Löwen von der Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer ärgert sich über Landschaftsgesetz. Sie will gemeinsame Lösung

Das Landschaftsgesetz, welches das Reiten in freier Natur regelt, hält Heidi Löwen von der Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer (VFD) für nicht angebracht. Sie will eine gemeinsame Lösung, so die Vorsitzende des Kreisverbandes Mettmann-Velbert im Interview mit Astrid Stolberg.

Frau Löwen, was ärgert Sie als Freizeitreiterin in Velbert?

Löwen: Reiter sind die einzige freizeitsuchende Gruppe in der freien Natur, die ihre Wege komplett selbst ausarbeiten und finanzieren muss. Das liegt am NRW-Landschaftsgesetz.

Was hat es damit auf sich?

Löwen: Die Reiterei ist hier anders geregelt, als in anderen Bundesländern. Wir dürfen in der freien Landschaft auf allen Wegen reiten - ausgenommen ausgewiesene Wanderwege. Und da kommt die furchtbare Einschränkung: im Wald nur auf ausgewiesenen Reitwegen. Der Kreis sagt, er hätte keine Kapazitäten und kein Geld, um Reitwege zu schaffen.

Was bedeutet das für die VFD?

Löwen: Wir müssen uns darum kümmern. Wir müssen zum Beispiel Grundstückseigentümer ermitteln und Kostenvoranschläge einholen. Als Ehrenämtler müssen wir uns mit dem Wegebau auseinandersetzen. Mit Glück und wenn Geld da ist, können wir den Auftrag vergeben. Die VFD muss die Baumaßnahme überwachen. Das Geld stammt übrigens aus der Reitabgabe - 30,30 Euro im Jahr.

Was schlagen Sie vor?

Löwen: Das Gesetz sollte gekippt werden. Wie in anderen Bundesländern sollte Reiten überall erlaubt sein. Auf Wegen, wo es Probleme gibt, können Lösungen gesucht werden. Ich behaupte nicht, dass Pferde nichts kaputt machen. Schäden zu begleichen steht außer Frage, aber man kann uns doch nicht in die Halle verbannen. Wenn die Reiter abwandern, gehen landwirtschaftliche Betriebe kaputt. Flächen würden nicht mehr bewirtschaftet und für Erholungsuchende nicht erhalten bleiben. Man sollte nicht nur auf Matschstellen gucken, sondern gemeinsam eine Lösung finden.

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