Langenberger war Drittbester im bundesweiten Wettbewerb

Der Garten- und Landschaftsbauer Ronald Gajda vor einem Schwimmteich auf seinem Anwesen in Langenberg.
Der Garten- und Landschaftsbauer Ronald Gajda vor einem Schwimmteich auf seinem Anwesen in Langenberg.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Ronald Gajdas Karriere zum Landschaftsgärtner begann in der Kindheit. Jetzt belegte er den dritten Platz beim bundesweiten Wettbewerb „Galabau innovativ“

Langenberg..  Ronald Gajda ist Gartenbautechniker mit Leib und Seele. Wenn er mit Kunden ein neues Projekt bespricht, sprüht die Begeisterung nur so aus ihm heraus und er erklärt Hintergründe und Möglichkeiten fachkundig und in all ihren Facetten. Doch als er in Berlin beim Fachkongress und Wettbewerb „Galabau innovativ“ (Galabau steht für Garten- und Landschaftsbau) vor etwa 400 Kollegen den Preis für den dritten Platz entgegennahm, war er sprachlos vor Freude. Bei der Dankesrede brachte der Langenberger gerade einmal zwei Sätze heraus.

Dabei freut ihn die Auszeichnung und erfüllt ihn mit Stolz. „Es ist der einzige bundesweite Wettbewerb im Garten- und Landschaftsbau. 500 Bewerber hatten ihre Projekte eingereicht.“

Bei dem prämierten Projekt ging es um die Neugestaltung des Wohngartens und Eingangsbereichs eines Reihenendhauses in Solingen – mit insgesamt etwa 175 Quadratmetern. Ausgangslage war ein typischer Durchschnittsgarten mit großer, abhängiger Rasenfläche. „Der bindige Lehmboden war zu feucht, die Bepflanzung zu spärlich“, sagt Gajda. Nach einigen Monaten der Planung brauchten Gajda und sein Team im Frühjahr 2014 vier Wochen, um den Garten nach Kundenwunsch neu zu gestalten.

Katzenkopfpflaster gegossen

„Wir haben die Rasenfläche ganz entfernt, trockengelegt, und einen Meter angehoben, um ein Plateau zu schaffen.“ Entstanden ist eine Garten-Oase mit verwunschenem Kiespfad, einzelnen linearen Belagelementen und kleinräumigen Grün-Inseln mit mediterranen Stauden und Gräsern. Die Bepflanzung ist artenreich und vielseitig, die blühenden Pflanzen wechseln sich im Jahresverlauf ab. „Um alles sehen zu können, muss man sich bewegen – und das kann man seit der Umgestaltung auch schon kurz nach dem Regen, ohne nasse Füße zu bekommen“, erklärt Gajda. „Mit der Neugestaltung wollten wir erreichen, dass der Garten nicht nur etwas zum Anschauen ist, sondern dass er bewohnbar ist. Denn der ideale Garten setzt das Gebäude nach draußen fort. Man kann sich mit dem Stuhl in verschiedene Bereiche setzen und den Garten immer wieder neu erleben.“

Inzwischen übt Ronald Gajda seinen Beruf seit bald fünf Jahrzehnten aus. Sein späterer Karriereweg zeichnete sich jedoch schon viel früher ab. Schon als Kind hat Gajda seine gestalterische Ader im Kleingarten der Eltern ausgelebt. „Mit meinem Vater habe ich viel gebastelt. Wir haben eigenhändig Waschbetonwege gebaut und die Kiesel einzeln in den frischen Beton gelegt.“ Damals wird er noch nicht gewusst haben, dass das so genannte Katzenkopfpflaster heute wieder ein wichtiges Gestaltungselement sein würde.