Langenberger Piratinnen enterten Pfarrsaal

Im Pfarrsaal St. Michael fand der Frauenkarneval der kfd statt. Das Motto lautete Piraten. Barbara Weller-Kasak als Captain Jack Sparrow mit Birgitt Drees als Piratenbraut.
Im Pfarrsaal St. Michael fand der Frauenkarneval der kfd statt. Das Motto lautete Piraten. Barbara Weller-Kasak als Captain Jack Sparrow mit Birgitt Drees als Piratenbraut.
Foto: Duhme
Was wir bereits wissen
Weiberfastnachtssitzung der kfd-Frauen – begehrt und begrenzt auf 200 Karten. Einmaliges Programm ließ den Saal von St. Michael kochen

Langenberg.. Die Karten sind immer umkämpft. Wer sie ergattern konnte, konnte sich glücklich schätzen. Und war bereits im Vorfeld im Sog des diesjährigen Mottos des kfd-Frauenkarnevals im Pfarrsaal des St. Michael: Piraten.

Nur rund 200 Plätze bietet der Saal, alle Stühle waren theoretisch belegt, denn oft standen die jecken Weiber, jubelten und schunkelten mit.

„Mit wie viel Mühe und Liebe hier alles dekoriert ist“, Mechthild Apalups war zum ersten Mal dabei und begeistert. „Toll, super Stimmung, ein tolles Programm“. Das gab es in der Tat wieder: „Piraten ahoi!“ hieß es über rund dreieinhalb Stunden. Gekonnt spritzig und immer auf regionale Inhalte abgestimmt, führte das Moderatorenteam – Matrosin Gabi Peter und „Käpt’n, mein Käpt’n“ Birgitta Bachmann – durch das abwechslungsreiche Programm.

Da gab es den Kampf mit dem Tango, bei dem Ulrike Kuhlendahl leider dem falschen Piraten folgte, die einfallsreiche Modenschau, bei der das männliche Winterbeinkleid mit bequemen Handeingriff einer völlig neuen Bedeutung zugeführt wurde und den Loriotklassiker „Salamo“, unverwechselbar von Erika Holzbach besetzt. Rund 15 Frauen hatten für viel Spaß und Kurzweil gesorgt. In diesem Jahr neu: die Band, bestehend aus Carsten Schulz und Achim Peter. Dessen Frau Gerda Peter spielt selbst schon seit bald 25 Jahren bei den kfd-Frauen mit.

Doris Drinhaus und Ulrike Matthes sind noch länger dabei, allerdings als Gäste. Beide überlegen, „also über 30 Jahre bestimmt schon“, darin waren sie sich einig.

Die Besucherinnen – die wenigen anwesenden Männer durften ausschließlich arbeiten – hatten sich fast komplett dem Motto unterworfen. Nur wenige waren nicht als Piraten, Piratenfrauen, Kapitäne oder Kannibalen verkleidet.

Tanz bis in die Nacht

Auf der Bühne zeigte Ulrike Kuhlendahl, was Körperbeherrschung sein kann. Professionell verzog sie keine Miene, während der linke Arm wippte, die Zunge zuckte und das rechte Beine vor- und zurück schwenkte. Der aufgebauten Spannung folgte Tränenlachen.

Für authentische Karibik- und Kannibalen-Stimmung sorgte die Trommelgruppe „Djembell LA“ und die Golden Girls läuteten viel zu schnell mit ihrem Schlusstanz das Ende ein. Doch nur das Ende des Bühnenprogramms. Hatte das Tanzen bereits während der Pausen auf den Gängen begonnen, wurde im Anschluss noch bis in die Nacht hinein getanzt. Genau das hatten die Organisatorinnen sich erhofft.