Langenberg hat neue Minimeister

Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Sieger gab’s am Ende nur drei. Aber: Gewinner waren sie alle – die Kinder, die beim Tischtennis-Turnier der Langenberger Sportgemeinschaft in der Turnhalle Hüserstraße mitmachten.

Bonsfeld..  Grüner Boden, elf wechselnde Punkte, Netz und Ball. Die Regeln sind simpel: Das Runde muss über das Eckige. Und damit sind die elementarsten Dinge über die Langenberger Tischtennis-Minimeisterschaft erwähnt. Zu denen hatte jetzt bereits in dritter Neuauflage die Langenberger Sportgemeinschaft (LSG) in die Turnhalle der Grundschule Hüserstraße eingeladen – um „Pingpong“, wie die Sportart zuweilen fast verächtlich genannte wird, auf den Tisch und ins Gespräch zu bringen.

Trübes Licht fällt durch die Milchglasfenster, von der Decke flackern Lampen. Es riecht nach ledernen Turnböcken und frisch gebackenen Waffeln. Fünf große Tischtennisplatten sind aufgebaut und teilen sich den Platz mit grünen Absperrungen. Rund 30 Kids toben in Trikots und Trainingsanzügen durch die Halle, unzählige weiße Bälle tickern über Tische und den Boden. Es ist laut und angenehm warm.

Es begann mit Gruppenspielen

Der schrille Pfiff einer Trillerpfeife durchbricht jäh das rege Treiben. Die Kinder versammeln sich um Jörn Czymoch. Der Abteilungsleiter Tischtennis der LSG erklärt kurz die Regeln. „Wir starten mit Gruppenspielen, darauf folgen die K.O.-Spiele. Wer gewinnt, darf sogar zum Kreisentscheid in Essen“, sagt er. Einige wenige Kinder lassen ihre Blicke verstohlen zu den glänzenden Pokalen wandern, die an der Wand auf einem braunen Turnkasten funkeln.

Für Sieger gab’s sogar Pokale

Sind die schimmernden Auszeichnungen nur für die Sieger reserviert, bekommt jedes Kind dafür aber ein druckfrisches Namensschild, ein T-Shirt, einen Apfel, Mineralwasser und einen Schnupperpass. „Damit können die Kinder bis zu fünf Mal frei trainieren und sich das Ganze ein bisschen intensiver angucken“, erklärt Czymoch. Die LSG kann junge Leute gebrauchen, freut sich über Nachwuchs.

Der Spaß stand über allem

Jetzt sind die Minis am Ball. Die Beine hüftbreit in den Hallenboden gestemmt, die Unterlippe energisch vorgeschoben, schlagen sie Ball um Ball über die Platte. Gelbe Ziffern auf schwarzen Tafeln zeigen den Punktestand an. Aber hier steht nicht der Wettbewerb im Vordergrund – sondern der Spaß. „Die Kinder sollen den Sport spielerisch kennenlernen“, kommentiert Czymoch. An jeder Platte wacht ein Schiedsrichter über das Geschehen, gibt Hilfestellung, wenn etwas nicht so gut klappt.

Gewinner auf dem Treppchen

Am Ende stehen glückliche Gewinner auf dem Treppchen. Bis zum Schluss haben sie sich durchgekämpft. Eine ruhige Hand gehabt, vielleicht auch ein Quäntchen Glück. Ob sie wiederkommen werden? Einige grinsen verstohlen, andere nicken vehement mit dem Kopf. Sicher ist: Die ein oder andere Partie Tischtennis werden sie in Zukunft wohl nicht abstreiten.