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Krumme Tour durch die Nacht

30.09.2012 | 20:00 Uhr
Krumme Tour durch die Nacht
Bei der Museumsnacht ging es im Schloss- und Beschlägemuseum um Meisterdiebe und ihr Werkzeug.Foto: Detlev Kreimeier

Velbert. Faszinierendes aus dem aufregenden Leben von Meisterdieben und die Geschichte des Strafvollzugs für die, die bei ihren krummen Touren erwischt wurden – bei der diesjährigen Museumsnacht des Schloss- und Beschlägemuseums konnten man beide Seiten der Medaille kennen lernen.

Ein wie überall in den Museen des Neanderlands an diesem Abend völlig kostenfreies Angebot, von dem viele Gebrauch machten. Bereits bei der ersten Führung zur aktuellen Sonderausstellung „Weggeschlossen“ mit der wissenschaftlichen Volontärin Christine Hartung tummelten sich über 30 Besucher im ersten Ausstellungsraum. In dieser selbst gewählten Enge konnten sie sich umso besser einfühlen, in die ihnen vorgetragene Geschichte der Freiheitsstrafe von der Antike bis heute. Angefangen bei der Büßerzelle im Kloster - bei zumindest bei schwerwiegenden Delikten tatsächlich „Wasser und Brot“ – bis hin zu modernen im Original Sieben-Quadratmeter-Zustand rekonstruierten JVA-Zelle lauschten sie konzentriert der Entwicklung auf diesem Sektor.

Perspektivenwechsel

Museumspädagoge Johannes Vorberg beschäftigte den ebenfalls zahlreich erschienenen Nachwuchs währenddessen mit dem Basteln von farbigen Schlüsselanhängern aus Holzkugeln.

Sehr zufrieden zeigte sich Museumsleiter Dr. Ulrich Morgenroth: „Die Museumsnacht ist, auch dank der kreisweiten Werbung, eine toll etablierte Geschichte, wir hatten allein im letzten Jahr in dieser Nacht über 600 Besucher hier“, freute er sich. Er lud später, bei seiner Führung mit dem Titel „Diebe in der Nacht – Die Geschichte der Schlösser aus Sicht der Einbrecher“ zum Perspektivenwechsel ein.

„Dabei werde ich zeigen, wie man mit Diebeswerkzeug einen Schließzylinder knackt, was gar nicht so einfach ist. Ich habe selber die letzten zwei Wochen dafür trainiert.“

Fingerfertigkeit testen

Nicht nur das Vortragsprogramm auch die Dauerausstellung, bei der Schlösser jeglicher Art, die Besucher dazu einluden, ihre Fingerfertigkeit daran auszuprobieren, zog wieder Klein und Große in ihren Bann. „Ich bin schon das zweite Mal bei der Museumsnacht“, berichtete so die elfjährige Acelya, die zusammen mit ihrer Freundin vorbeigekommen ist, „besonders mag ich die Filme, die im Museumskino gezeigt werden und die Schlösser der Ausstellung, mit denen man die Türen öffnen kann.“

Birgit Hölker-Schüttler


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