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Kirchenmusik in Neviges

Krönungsmesse in drei Stunden

24.09.2012 | 10:00 Uhr
Krönungsmesse in drei Stunden
Proben für die Krönungsmesse im Rahmen der Woche der Kirchenmusik im Kreisdekanat Mettmann.Foto: Fritz Baum

Neviges.   130 Sänger, die sich bislang nicht kannten, fanden in einem kirchenmusikalischen Projekt im Mariendom zusammen

Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus-Benedictus und Agnus Dei, gesungen von professionellen und ausgebildeten Stimmen, bilden den perfekten Einklang mit einem Orchester aus Streichern, Oboen, Fagotten, Hörnern, Trompeten, Posaunen, einer Pauke sowie einer Orgel – so ungefähr lässt sich die Krönungsmesse von Mozart zusammenfassen.

Das vergangene Wochenende stand ganz im Zeichen des Musikers des 18. Jahrhunderts und besiegelte zumindest in Velbert das Ende der „Woche der Kirchenmusik“ im Mariendom.

Die Krönungsmesse ist für viele Kirchgänger und Liebhaber klassischer Musik ein Begriff. Doch so gehört wie am Samstag hat das Stück vermutlich noch niemand. Aus gutem Grund: Die 130 dort versammelten Sänger haben vorher noch nie miteinander gesungen. Denn das Besondere an dieser Aufführung ist, dass sich jeder hätte anmelden können.

Vier Solisten

Vorausgesetzt, Noten und Text des Stücks sind bekannt. Unter der Leitung des Erzdiözesankirchenmusikdirektors Richard Mailänder hatte der zusammengewürfelte Chor drei Stunden Zeit, die Krönungsmesse einzustudieren. Danach wird mit dem Orchester „Camerata Louis Spohr“ und den vier Solisten Ulrike Kemper (Sopran), Sandra Schenk (Alt), Lothar Blum (Tenor) und Björn Köller (Bass) geprobt, anschließend folgt die Generalprobe. Gewagt, aber nicht unmöglich. „Das Projekt ist durchaus eine Herausforderung, aber das Stück auch recht einfach, so dass ich kein Problem sehe, warum das heute Abend nicht klappen sollte“, so Richard Mailänder professionell.

An dieser Stelle sei gesagt, dass der Dirigent kein unbeschriebenes Blatt ist. Bereits mit 15 Jahren hat der heute 54-jährige studierte Musiker seinen ersten Chor gegründet. Und Mailänder weiß genau, wie er zu agieren hat. „Ich versuche selbst musikalisch und geistig flexibel zu bleiben. So kann ich mich schnell auf neue Situationen und Sänger einstellen“, so der Kirchenmusiker , der hinzufügt, aufkommende Langeweile gerne mit einem Witz wegzuräumen.

Die Chorsänger Edeltraud und Hans Cours wissen den lockeren, aber professionellen Umgang zu schätzen. „Es macht viel Spaß, mit Herrn Mailänder zu arbeiten. Er ist so humorvoll und nicht so verbissen wie viele andere Leiter.“

Von Susanne Kollmann


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