Kita bekommt mehr Platz
19.02.2010 | 20:07 Uhr 2010-02-19T20:07:00+0100
Auf Antrag der Stadt wird im Rahmen des „Investitionspaktes 2009“ des Landes Nordrhein-Westfalen seit Anfang Februar in der Kindertagesstätte „Junior Welt“ in der Ahornstraße gebaut. Neben einer energetischen Sanierung werden die Räume erweitert. So soll zukünftig in der ehemaligen Hausmeisterwohnung Platz für die U-3-Gruppe entstehen, die es seit einigen Jahren in der Kita gibt.
„Der Umbau ist schon lange notwendig“, so Dorothee Sonnenschein, Vorsitzende des Vereins „Junior Welt“. In der Vergangenheit habe es immer wieder aufgrund des undichten Daches Probleme mit feuchten Wänden und Schimmelbildungen gegeben. Ehemals ein Nebengebäude der Realschule Kastanienallee, wird das knapp 50 Jahre alte Haus vom Verein seit 1997 für die Unterbringung der Kindertagesstätte genutzt. Bei der Auswahl der Sanierungsbetriebe wurde bewusst darauf geachtet, dass ortsansässige oder regionale Firmen beauftragt werden. „Die Kita wurde schließlich auch für die Firmen eingerichtet, die für die Kinder ihrer Angestellten Kitaplätze mieten können“, so Sonnenschein.
Eine bessere Umweltverträglichkeit und mehr Energieeffizienz sollen erreicht werden. Dazu werden neue Fenster eingesetzt und die Wände gedämmt. Auch eine neue Heizungs- und Belüftungsanalage wird es geben. Während der Umbauphase läuft jedoch der Betrieb in der Kindertagesstätte nahezu ungehindert weiter. Die Leiterin der Kita, Beate Richter: „Der Baulärm ist erträglich. Letztlich profitieren wir ja von den Arbeiten.“ Sobald aber an den Kitaräumen selbst gearbeitet wird, sind verstärkt Lärm und Schmutz zu erwarten. Auch bei den Außenarbeiten müssen einige der Spielgeräte vorübergehend gesperrt werden.
Dabei läuft „die Zusammenarbeit mit den Sanierungsfirmen gut“, sagt Sonnenschein. So sollen die Räume, die für den laufenden Kitabetrieb notwendig sind, vorrangig am Wochenende erneuert werden. Laut Objektplanung werden die Umbauten der Kindertagesstätte bis Ende des Jahres andauern.
Aus einer Initiative der Wirtschaftsjunioren Niederberg ging 1996 der Verein „Junior Welt“ hervor, der soziale und wirtschaftsfördernde Ziele verfolgt. Die Mitglieder des Vereins, hauptsächlich Eltern, gründeten 1997 die Kindertagesstätte „Junior Welt“. Hier erhalten auch kleine und mittelständische Firmen, die nicht in der Lage sind, einen eigenen Betriebskindergarten zu finanzieren, die Möglichkeit, einzelne Kindertagesplätze für die Kinder ihrer Belegschaft anzumieten. Damit soll zu langen Ausfallzeiten vorgebeugt werden. Die Kosten für die Kindertagesstätte Junior Welt tragen zu 75 % die Stadt und zu 25 % die Firmen, die Kita-Plätze nutzen.
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