Kindertanzgarde KAB-Cats probt für die tollen Tage

Mit Feuereifer proben die Tänzerinnen für ihre vielen Auftritte in der Karnevalszeit. Aber auch das ganze Jahr über treten die KAB-Cats auf Schulfeiern und Straßenfesten auf.
Mit Feuereifer proben die Tänzerinnen für ihre vielen Auftritte in der Karnevalszeit. Aber auch das ganze Jahr über treten die KAB-Cats auf Schulfeiern und Straßenfesten auf.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Nicht nur zu Karneval sind die Gruppen der Kindertanzgarde KAB-Cats heiß begehrt. Geprobt wird immer Mittwochs im Pfarrheim St. Antonius.

Tönisheide..  Nele (8) tanzt manchmal Zuhause, einfach nur so, „dann mach ich mir Musik an“. Und Jasmin (11) ist auch schon in der Schule aufgetreten, auch auf Straßenfesten, was eben so anfällt, wenn man dick drin ist im „Geschäft“. Aber, ganz klar, jetzt ist Hochsaison für die KAB-Cats, die Kindertanzgarde der Katholischen Arbeitnehmerbewegung, wie es offiziell heißt. „Ein Hoch auf uns“, dröhnt es im Saal des Pfarrheims an der Antoniusstraße. Hier legen die Cats immer mittwochs zur Probe los.

Sie gönnen sich zwei Wochen Pause

Das Lied haben sich die Kinder selbst ausgesucht. Rasend schnell steppen kleine Füße, drehen sich Körper, kreisen Arme. Dann und wann ein fragender Blick nach vorn zu Julie : Die mit 17 Jahren älteste Tänzerin aus der Jugendgruppe vertritt heute Trainerin Birgit Geister-Weise. Die hat als Prinzessin Birgit I. zurzeit Terminstress, aber was soll’s, jetzt wird eh nur noch gefeilt, der Takt sitzt fast perfekt, und mit der richtigen Musik läuft es wie geschmiert. Maximilian strahlt über beide Backen, während er hüpft, springt, zum Takt mit den Schultern wackelt. Der Spruch auf seinem T-Shirt „Smiling with you is the best I can do“, er ist wahrlich Programm. Der Junge hat einen Heidenspaß. „Toll, cooler als Fußball“, jappst er, jetzt ist er mal kurze Pause. Apropos Pause: Nur knapp zwei Wochen lang legen die Cats im Jahr die Beine hoch, zwei Wochen nach Aschermittwoch. Dann wird das neue Programm in Angriff genommen. Denn der nächste Rosenmontag kommt bestimmt...

Aber jetzt lassen die Cats erst einmal am kommenden Samstag, 17. Januar, im „Zitronenbunker“ des Berufskollegs Niederberg beim großen Garde-Festival die Narrenkappen wackeln. Darauf freuen sie sich alle, zum Beispiel Lisanne (13), Jagoda (13), Romy (10) und auch Yasemin (15), die schon zugibt: „Also, jede Woche habe ich nicht immer Lust, weil ich zurzeit auch so viel in der Schule zu tun habe. Aber klar, ist man erstmal hier, macht’s Spaß.“

Die Musik wird zusammen mit Trainerin Birgit ausgesucht, auch bei der Choreographie können sie sich mit eigenen Vorschlägen einbringen. Wichtig ist, dass möglichst niemand fehlt: Tanz ist Teamsport, man ist bei der Choreographie aufeinander angewiesen. „Wir sagen aber auch immer: Schule geht vor. Also, wenn am nächsten Tag eine wichtige Klassenarbeit ansteht, dann ist das kein Thema“, meint Heike Hegmanns, nicht nur Mutter zweier Cats, sondern zusammen mit Andrea Fügler, deren Kinder ebenfalls hier tanzen, auch Betreuerin. Und die müssen einfach immer funktionieren. „Wir planen und koordinieren, machen Fahrdienst, gucken, das alles klappt.“ Und werden auch mal energisch, wenn unter den Kleinen der Frohsinn allzu hohe Wellen schlägt. Auch stehen sie ständig in Kontakt mit Schneiderin Claudia Habelok, die mit viel Kreativität dafür sorgt, dass sich die Cats während der tollen Tage ordentlich in Schale werfen können.