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Bundestagswahl

Kerstin Griese macht’s wieder

02.09.2012 | 18:28 Uhr
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Kerstin Griese macht’s wieder
Kerstin Griese wurde in Velbert als Kandidatin für den Wahlkreis 105 wieder gewählt.Foto: Uwe Möller

Velbert.   Bei der Nominierung für die Bundestagswahl waren erstmals (fast) alle SPD-Mitglieder aufgerufen. Mindestlohn, gute Betreuung und „Soziale Stadt“ waren die Themen

Zum ersten Mal bekam jetzt eine Mandatsprüfungskommission ungewohnt viel Arbeit. Denn hatten es bislang stets nur wenige Delegierte aus den zugehörigen SPD-Ortsvereinen – insgesamt gerade mal 40 Frauen und Männer – in der Hand, wer für die Partei ins Rennen geht, so durften jetzt erstmals (fast) sämtliche SPD-Mitglieder aus den Ortsvereinen Heiligenhaus, Ratingen, Velbert und Wülfrath darüber abstimmen, wer aus ihren Reihen hier im Bundestagswahlkreis 105 im nächsten Herbst ins Rennen geht. Genauer gesagt: Alle die Genossen und Genossinnen, die aktuell auch als Wähler bei einer Bundestagswahl mitmachen dürften.

1024 Menschen besitzen hier im Nord-Kreis ein rotes Parteibuch; 134 stimmberechtigte bzw. insgesamt 137 von ihnen fanden sich am Freitagabend im Birther „BiLo“ ein. Und mehr hätten’s in dem Bürgerhaus auch gar nicht sein dürfen: Längst nicht jeder bekam im Saal einen Sitzplatz, die Luft war ebenso warm wie sauerstoffarm. Und hätte tatsächlich noch jemand seinen „Hut in den Ring werfen“ und mit der bis dato einzigen Kandidatin Kerstin Griese konkurrieren wollen, der sprichwörtliche Hut hätte nur eher schwerlich einen freien Landeplatz gefunden. Es gab übrigens auch keinen Mitbewerber.

Bei ihrer ersten Nominierung in 2001 waren es hingegen noch drei an der Zahl, wie sich Griese bestens erinnert. Schließlich war das am 6. Dezember, ihrem Geburtstag. Und seit der Abstimmung vom Freitag stärken der 45-jährigen Historikerin und natürlich Politikerin nun 90,3 Prozent Zustimmung den Rücken, um den Wahlkreis wieder zurückzuerobern. Denn dieses Ziel hatte sie bereits im Vorfeld ausgegeben.

Während ihr grundsätzliches Credo – ganz nach Johannes Rau – kurz und prägnant „Ohne Angst verschieden sein“ lautet, nehmen ihre fünf, wie immer temporeich vorgetragenen Schwerpunkte für die zukünftige Arbeit in Berlin und daheim im Wahlkreis gleich mehrere Rede-Manuskript-Seiten ein. Doch letztlich spitzt sie ihre Vorstellungen auf drei Punkte bzw. persönliche Ziele zu. Und benennt sie so: „Ein allgemeiner Mindestlohn, der diesen Namen wirklich verdient; einen Betreuungsplatz für jedes Kind, der gute Förderung und erste Bildung bietet, für jedes Kind ab dem ersten Geburtstag, dessen Eltern das wünschen; dass der Bund sich wieder nachdrücklich für die ,Soziale Stadt’ engagiert, für die Stadtteile, die dies wirklich brauchen.“

Die amtierende Bundestagsabgeordnete und Aspirantin für ein erneutes Mandat lädt ausdrücklich dazu ein, sie beim Wort zu nehmen: „Mir geht es um Verlässlichkeit und Zuverlässigkeit“, betont sie gleich doppelt. „Das was ich im Wahlkampf sage, nehme ich ernst.“

Klaus Kahle

Kommentare
06.09.2012
07:32
Kerstin Griese macht’s wieder
von einestadt | #3

Was soll sie auch sonst machen. Als sie bei der letzten Wahl achtkantig beim Wähler durchfiel und aus dem Bundestag flog, wurde sie für eine Übergangszeit bei der Kirche zwischengeparkt, bis sie dann als Nachrückerin wieder auf Steuerzahlers Kosten in Lohn und Brot kam.

02.09.2012
22:36
Kerstin Griese macht’s wieder
von bayou | #2


http://www.youtube.com/watch?v=Ph-vHNUBUdc


02.09.2012
21:04
Kerstin Griese macht’s wieder bestimmt gegen den Mindestlohn
von linuxsozialist | #1

Frau Griese hat bisher immer (besonders zur Regierungszeit der SPD) gegen einen allgemeinen Mindeslohn (der diesen Namen auch verdient) gestimmt. Genauso wie sie mitverantwortlich für HARTZ IV und den Niedriglohnsektor zeichnet, da sie für beides votiert hat! Distanziert sie sich jetzt von ihrem Stimmverhalten?

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