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Innenstadtgestaltung

„Keinen Angstraum dulden“

02.09.2011 | 18:14 Uhr
„Keinen Angstraum dulden“

Keine Totaloperation, sondern Kosmetik wünscht sich Bürgermeister Stefan Freitag für die neue Form des Offersplatzes.

Bei der Umgestaltung des Offersplatzes soll es nun doch keine provisorische Lösung geben. Das sagte Bürgermeister Stefan Freitag gestern. „In der nächsten Bezirksausschusssitzung Mitte September werde ich der Politik vorschlagen, den Wochenmarkt vorübergehend auf den Rathausplatz zu verlegen und zügig an einer auf Dauer angelegten Neugestaltung des Offersplatzes zu arbeiten“, erklärte Freitag. Ihm sei dabei durchaus bewusst, dass die Stadt durch die vorübergehende Marktverlegung erhebliche Einnahmeverluste zu verschmerzen habe.

Bei der Planung soll die interessierte Öffentlichkeit eine wichtige Rolle spielen, hier werde der „größtmögliche Konsens“ gesucht.

Seit dem Frühjahr war der Offersplatz immer wieder Gegenstand kontroverser, nicht immer sachlich geführter Auseinandersetzungen. Das „Überbleibsel von Alt-Velbert“, so Freitag, sei stark im Bewusstsein der Bürger verankert, die sensibel auf jede Veränderung reagieren. Die verantwortlichen Technischen Betriebe (TBV)hatten im April Platz für eine vorübergehende Nutzung des Platzes für den Wochenmarkt sicherstellen wollen, indem sie zunächst Bänke und Bäume entfernten und damit viel Groll in der Stadt ausgelöst – „Stil-Barbaren“ seien in der Verwaltung am Werk, hatten die Bündnisgrünen geschimpft.

Finanzierungsfrage ist noch nicht geklärt

Rund 20000 Euro aus „Bordmitteln“ hatten die TBV für das Provisorium veranschlagt, eine dauerhafte Lösung schlage dagegen mit einem Betrag in Millionenhöhe zu Buche, so TBV-Vorstand Ralph Güther. Spätestens da schlich sich allgemein der Verdacht ein, das Provisorium könnte Ewigkeitscharakter bekommen.

Bürgermeister Freitag macht indes keinen Hehl daraus, dass die Finanzierungsfrage bei der nun favorisierten endgültigen Lösung – wie immer sie aussehen wird – noch nicht geklärt ist. „Wir sprechen von einer Optimierung, da sind nicht Hunderttausende Euro nötig“, so der Verwaltungschef. Kosmetik sei gefragt, keine Totaloperation. Wichtig sei die Einbeziehung des unteren Teils des Offers-platzes in die Umgestaltung. „Viele nehmen den Bereich vor dem Haus im Offers gar nicht richtig wahr. Rechts davon hat sich am Teich ein regelrechter Angstraum etabliert, wo Alkohol konsumiert wird“, kritisiert Freitag. Das sei inakzeptabel: „Ich möchte, dass hier wieder Kinder spielen“, betont der Bürgermeister.

Matthias Spruck

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