Keine Angst vor Konflikten
10.09.2010 | 19:17 Uhr 2010-09-10T19:17:00+0200
Velbert.Jetzt wird es ernst. Für die einen heißt es noch die Schulbank drücken, für die anderen geht es aber schon ans Studium. Das Wintersemester beginnt und da wird es den Abiturienten plötzlich ganz wehmütig ums Herz, wenn sie zurück an die gute alte Schulzeit denken.
Adnan Halilovic, ehemaliger Schüler des Nikolaus-Ehlen-Gymnasiums, hat sein Abitur mit dem Schnitt von 1,3 bestanden. Nun tritt er einen Studienplatz in Hamburg an der privaten Hochschule Bucerius-Law-School an. Nicole Steinsiepen, ehemalige Schülerin des Nikolaus-Ehlen-Gymansiums hat keine Angst vor Konflikten: Ihr Weg geht nach Israel. Für ein halbes Jahr wird sie auf einem Weinberg den Nahost-Konflikt zu verstehen versuchen. Eldin Gudzevic, ehemaliger Gesamtschüler, freut sich auf sein Studium an der Universität Essen in Sport und Englisch. Sein Studium finanziert er sich selbst. Stefanie Wirth, ehemalige Gesamtschülerin geht für ein Jahr nach Brasilien, um vor Ort Straßenkindern zu helfen. Janine Lerbs, hat ihr Fachabitur an der Höheren Handelsschule bestanden. Nun ist sie in einer Ausbildung zur Industriekauffrau: „Es ist das, was ich machen möchte.“
„Das System der Gesamtschule, ist auch das Prinzip, nach dem ich lebe. Jedem nämlich eine Chance zu geben“, sagt Eldin Gudzevic. Von seiner Schule ist er begeistert: „Das Verhältnis zu den Lehrern ist viel lockerer und das Miteinander einfach anders als an anderen Schulen.“ Für seine Sporteignungsprüfung stand ihm sein Sportlehrer auch mit Rat und Tat zur Seite, als es schließlich Ernst wurde. „Er hat allen zukünftigen Sportstudenten in den Ferien zusätzliche Unterrichtsstunden angeboten, doch am Ende war ich der einzige, der auch wirklich gekommen ist.“ Der junge Jugoslave ist nicht schüchtern: „Ich bin ein wenig stolz auf mich, dass ich mein Abi geschafft habe, obwohl ich aus einer Migrantenfamilie komme, die auch ihre Schwierigkeiten mit der Sprache hatte und die Kinder sich alles selbst erarbeiten mussten.“ Auch die beiden Gymnasiasten konnten sich auf dem NEG wohlfühlen. Doch jetzt beginnt ein neuer Lebensabschnitt: „Klar hat man da ein wenig Angst“, sagt Nicole. In Deutschland muss sie sich zunächst mit anderen Vorureilen auseinander setzen: „Meine Mutter ist von sämtlichen Leuten blöd angemacht worden“, wie sie ihre Tochter in eben dieses Land schicken könnte. „Mir kann auch hier etwas passieren.“ Auf dem Weinberg in Israel im Westjordanland in der Nähe von Betlehem wird sie auch physisch arbeiten müssen es ist ein Friedensprojekt, das den Konflikt näher beleuchten wird. Fasziniert von dem Land ist sie jetzt schon: „Israel ist das Einwandererland überhaupt, es ist wunderschön und von einer grausamen Geschichte geprägt. Drei Religionen befinden sich dort“, erzählt sie.
Stefanie musste sich ihren Förderkreis zur Finanzierung des Projekt selbst aufbauen, „für mich war es schon immer klar, dass ich in Ausland gehe, bloß wie, das war die Frage.“
Adnan Halilovic zieht weg: In die Großstadt Hamburg. Seine Sucheist jetzt die nach einer Wohnung und wie sie feststellt, gar nicht mal so einfach: „Die Vermieter sind jungen Studenten einfach nicht wohlgesonnen“, meint er. Es sei ein Schritt ins Erwachsenenleben, weg von dem häuslichen „Mamakomfort“ hinein in die Selbstständigkeit, in ein neues Umfeld „wo man noch niemanden kennt. Die Anonymität der Großstadt.“ Die Anforderungen an der Hochschule sind hoch: „Für die Fakultät Jura schneidet die Uni als eine der besten ab.“ Doch alle Studenten haben auch eins gemeinsam, sie müssen in puncto Jura von Null anfangen. Über seinen zukünftigen Beruf ist er bestens informiert: „Es ist das was der Beruf mit sich bringt und jeder Mensch hat schließlich ein Recht auf Verteidigung,.
17:53
scheint keine gute Perspektive zu sein
http://www.wiwo.de/management-erfolg/die-maer-vom-ingenieur-mangel-258970/comments/
22:02
Es gibt auch Studiengänge, die vielen jungen Leute keine gute Zukunftsperspektive zu bieten scheinen.
Mangel an Fachkräften: Ja wo denn?
http://www.derwesten.de/staedte/muelheim/Mangel-an-Fachkraeften-Ja-wo-denn-id3663412.html
Vom Ingenieur zum Tellerwäscher
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,638189,00.html
Das Märchen vom Fachkräftemangel
http://www.focus.de/finanzen/news/arbeitsmarkt/tid-19321/arbeitsmarkt-das-maerchen-vom-fachkraeftemangel_aid_535617.html
Als Ingenieur arbeitslos
http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,690572,00.html