Katastrophaler Zustand
06.05.2010 | 19:12 Uhr 2010-05-06T19:12:00+0200
Velbert. "Karawane" zieht heute zur Talstraße und besucht die Bewohner. Stadt arbeitet mit Hochdruck an Gesamtkonzept
Der Zustand des Flüchtlingsheims an der Talstraße ist auch der „Karawane“ aufgefallen. Heute zieht die bundesweit agierende Organisation für die Rechte der Flüchtlinge und Migrant/innen zu dem Heim in die Velberter Nordstadt. Die „Karawane“ setzt sich als Netzwerk aus Einzelpersonen, Gruppen und Organisationen von Flüchtlingen, Migrant/innen und Deutschen zusammen. Eine Erstbesichtigung soll bereits durch die Wuppertaler „Karawane“-Gruppe stattgefunden haben. „Der Zustand dieses Heims ist einfach nur katastrophal“, erläutert eine Mitarbeiterin der Gruppe. „Und wir haben den Vergleich, weil wir viele Übergangsheime besuchen und besichtigen.“
Aufmerksam geworden ist die „Karawane“ durch Velberter Aktive wie Frank Telega und Jan Lichtwitz (beide Jusos) oder Ingrid Schween (Ratsfrau „Die Linke“). Mit weiteren Engagierten haben sie sich vor gut drei Monaten der Wuppertaler Karawane angeschlossen.
Heute nun besuchen sie die Heim-Bewohner an der Tal-straße und bringen, laut Frank Telega, einen Arzt und einen Kirchenvertreter mit. Telega: „Wir haben bereits Kontakt zu einigen Flüchtlingen dort aufgenommen. Sie haben Vertrauen zu uns. Sie wollen heute ihre Situation schildern und gewähren Einblick in ihre Unterkunft.“
Laut der Karawane-Sprecherin wohnen in einem Trakt rund 50 alleinstehende Männer aller Nationalitäten, „oft zu dritt oder viert in einem Zimmer“. Hier stünden zwei Duschen im Kellerbereich zur Verfügung, die in einem nicht wirklich guten Zustand seien. In den weiteren Gebäuden lebten Familien und alleinstehende Frauen. Diese Häuser habe die „Karawane noch nicht von innen gesehen“.
Für die Velberter Aktiven schildert Telega: „Hier leben etliche Männer, Frauen und Kinder, die auf ihre Aufenthaltserlaubnis für Deutschland warten oder hier nur geduldet sind, unter menschenunwürdigen Bedingungen in den halb zerfallenen Häusern.“ Und: „Die Unterbringung macht sie und ihre Familien krank. Da es nachts stets laut ist und das Zusammenleben auf engem Raum zu Konflikten führt, leiden besonders Kranke, Ältere und Kinder unter den Wohnbedingungen.“
„Wir wissen, dass wir etwas machen müssen“, so Hans-Joachim Blißenbach, Pressesprecher der Stadt Velbert. „Verwaltungsintern wird mit Hochdruck gearbeitet.“ Doch sei die Talstraße als Übergangsheim nicht allein zu sehen. Schließlich gebe es in der Gesamtstadt 20 Gebäude, in denen insgesamt 205 Menschen lebten. Blißenbach: „Es muss ein tragfähiges Gesamtkonzept erstellt werden.“
Am 31. Mai werden der Integrationsrat und der Sozialausschuss gemeinsam die Tal-straße besuchen. Blißenbach: „Hier arbeitet die Verwaltung gemeinsam mit der Politik. Wir sind alle sehr daran interesiert, eine gute Lösung für die Menschen dort zu finden“.
Die Stadt unterhält sieben Gebäude an der Talstraße, vier an der Elisabethstraße, vier an der Grafenburg und jeweils eins an der Oststraße, der Kuhler Straße und der Frohnstraße (Langenberg) sowie zwei am Hixholzer Weg (Neviges).
16:35
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14:58
also, ich erkläre es gerne nochmal. es geht mir nicht um deine ehrenamtliche arbeit. oder um zu früh oder zu spät. es geht darum das du in diesem ganz speziellen thema nicht in erscheinung getreten bist. dies ist erst geschehen als sich die medien eingeschaltet haben bzw. eigeschaltet wurden. ob das nun zufall ist oder nicht sei dahin gestellt. ich glaube da in bezug auf politiker nicht an zufälle. und auch das sage ich gerne nochmal. ich habe nie deine sonstige arbeit in frage gestellt. und ja es stimmt. du bist niemanden rechenschaft schuldig. habe ich auch nie verlangt von dir diese abzulegen.
14:45
interessant. ich frage mich gerade wie du darauf kommst das ich in der gewissheit lebe der bessere mensch zu sein. nur weil ich kritik äußere heißt das ja noch lange nicht das ich der bessere mensch bin. seltsam das gerade ein spd politiker solche gedanken pflegt. es gibt nach meinem empfinden keine besseren menschen. naja, aber das ist ein ganz anderes thema.
14:37
Ach ja - zu deinem mir noch nicht ganz ersichtlichen Problem mit mir: Erst habe ich zu spät angefangen, mich in dem Bereicht zu engagieren, jetzt zu früh?
Ich bin dir zwar keine Rechenschaft schuldig, aber ruf mich ruhig an, oder schreib mir eine E-Mail, dann kann ich dich regelmäig über meine ehrenamtlichen Aktivitäten, an denen zu offensichtlich sehr interessiert bist, informieren.
Beste Grüße
14:30
Klar. Und an dich bleibt die Einladung, selbst aktiv zu werden. Dadurch, zu Hause zu sitzen und zu wissen der bessere Mensch zu sein und es besser machen zu können, wenn man würde, wurde noch niemandem geholfen.
Grüße
13:21
ich kann mich nicht erinnern irgendetwas das du in der vergangenheit getan hast in frage gestellt zu haben. es lässt aber tief blicken wie weit du zurück gehst zu deiner ehrenrettung. bleibt zu hoffen das du für die aktuellen ereignisse einfach nur den falschen einstieg gewählt hast und auch noch dabei bist wenn die medien nicht mehr berichten. die zeit wird es zeigen...
13:06
Man sollte auch gucken, dass die Leute, die im kirchlichen Bereich asylpolitisch aktiv sind eingebunden werden (Stichwort Kirchenasyl, der alte Velberter Arbeitskreis Asyl)
12:51
Charakter ist bei Charakterfrage für mich nicht ersichtlich. Wer meint, andere namentlich in öffentlichen Foren diffamieren zu müssen, sollte doch wenigstens den Anstand haben, dafür mit dem eigenen Namen zu unterschreiben. Ansonsten stehe ich auch selbst zur Verfügung. Alle Kontaktdaten finden sich unter meiner Internetadresse zusammengefügt.
Zu meiner eigenen Ehrenrettung: Ich bin in diesem Thema seit jetzt fünf Jahren unterwegs. Damals ging es darum, dass die Gesamtschülerin Shanthiya S. (übrigens ehemalige Bewohnerin der Talstraße) und ihre in Deutschland geborene Schwester, die damals eine Velberter Grundschule besuchte und aus gesundheitlichen Gründen nicht reisefähig war, abgeschoben werden sollte. Wir haben eine große Kampagne organisiert mit Presse (ohne meinen Namen), SchülerInnendemonstration, Unterschriften, Härtefallantrag an den Landtag, Gesprächen mit BM und Dezernet, Hilfe des Landesflüchtlingsrates und Härtefallantrag an den Land. Dazu gab es sogar eine Resolution der LandesschülerInnenvertretung (
http://shortlinks.de/17c5). Im Ergebnis konnten die beiden hier bleiben. Die ständige Angst, das nicht zu schaffen, war heftig.
Auch jetzt geht es um Menschen. Da sind Menschen auf engstem Raum zusammengepackt, bekommen teilweise wohl nicht die Leistungen, die ihnen zustehen, werden durch ihren Zustand krank gemacht. Da muss Druck in den Parteien gemacht werden, insgesamt etwas passieren, aber auch in jedem Einzelfall gibt es genug zu tun. Also Charakterfrage, beweise jetzt Charakter. Melde dich bei uns und mach mit. Arbeit gibt es da genug. Damit hilfst du mehr, als mit den bisherigen Beiträgen.
Viele Grüße,
Jan Lichtwitz
09:16
niemand hier hat gesagt dass es falsch ist wenn sich junge menschen engagieren. von daher ist dein kommentar nicht ganz verständlich. die kritik die aufkam richtet sich nur gegen einen gescheiterten ratsherren. das thema ist zu wichtig und die zustände zu schrecklich als dass es von politikern dazu genutzt werden sollte sich zu profilieren. noch dazu wenn dieser politiker aus einer partei kommt die teil des problems ist und verantwortung trägt für diese zustände. wenn es herrn lichtwitz wirklich darum ginge etwas positives zu bewirken würde er auf seine parteifreunde einwirken etwas an den zuständen zu ändern. kräfte bündeln ja und zu jeder zeit. auch über partei- und nichtparteigrenzen hinweg. aber herr lichtwitz hat noch nichts getan. und nichts kann man nicht bündeln.
23:07
Fakt ist, dass nicht viel über das Flüchtlingsheim und dessen katastrophalen Zustand bekannt ist und viele einfach noch nicht davon wussten.
Was ist daran falsch, dass sich junge engagierte Menschen aus unserer Stadt dafür einsetzen, dass die Flüchtlinge, die dort unter menschenunwürdigen Zuständen leben, endlich mal eine Stimme bekommen und ganz oben auf der Agenda stehen?
Ich finde es gut, dass den Ratsherren jetzt mal ein bisschen Druck unterm Hintern gemacht wird.