Karneval ist Balsam für die Seele
13.02.2012 | 17:40 Uhr 2012-02-13T17:40:00+0100
Neviges. Hoch her ging es auch diesmal wieder beim traditionellen Seniorenkarneval in der „Glocke“ an der Tönisheider Straße.
Singen und Schunkeln war am Wochenende beim Seniorenkarneval im kath. Pfarrzentrum „Glocke“ an der Tönisheider Straße angesagt. Der „Glockensaal“ glich einem Meer aus Blumen und bunten Farben an Kopfbedeckungen. Beim Seniorenkarneval ging es heiß her – es wurde gesungen und geschunkelt was das Zeug hält. Passend dazu stimmten die „Schwarzen Männer“ Lieder an wie „Unsere Stimmung ist famos, bei uns da ist was los“. In dem musikalischen Jahresrückblick des Chores wurde neben der schönen Stadt Neviges auch der zurückgetretene Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg musikalisch auf die Schippe genommen.
Außer den Sängern gab es aber noch viele andere Programmpunkte, die das Publikum unterhielt. Beispielsweise ging Martina Weinert als „XXXL-Model“ in die Bütt und hatte die Lacher sofort auf ihrer Seite. „Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, beim Karneval für die Senioren mitzuhelfen. Es ist einfach schön zu sehen, dass sich alle amüsieren“, findet Bettina Wertmann. „Ich selbst genieße es auch sehr. Es ist für mich eine Art Kraft zu schöpfen für Tage, die nicht so schön sind“, so die Fachangestellte.
„Mein Mann ist einer der ,Schwarzen Männer’ und er hat mal gesagt, dass Karneval Balsam für die Seele ist. Das fand ich passend formuliert“, gibt Wertmann zu. Auch Marion Niederelz, die als „Häftling“ verkleidet mit im Publikum saß, mag die fünfte Jahreszeit im Wallfahrtsort.
„Es ist einfach eine Möglichkeit, um dem Alltag zu entfliehen“, sagt sie. Nachdem die Büttenrede über das „Schokoläd’sche essen“ beendet war, gaben die katholischen Frauen der kfd einen Tanz zum Besten und das „stramme Programm“ nahm wie vorgesehen seinen Lauf. „Das Tolle an der Sache ist, dass fast alle freiwillig mithelfen und das ist das Lobenswerte“, findet Jonnes Rossi, Chemielaborant und einer der „grünen Zwerge“ von der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB). Und ganz gleich ob es die Büttenreden, die Tänze oder die selbst verfassten Texte der schwarzen Männer waren, irgendwas zauberte einem immer das Lächeln ins Gesicht.
So hatten die vielen Clowns und Matrosen - alle aus den Reihen der katholischen Pfarrgemeinde allesamt viel zu lachen.
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