Junglöwen feiern mit Kindern
14.02.2010 | 17:51 Uhr 2010-02-14T17:51:00+0100
Langenberg. Der Leo Club Niederberg, Nachwuchsorganisation des Lions Clubs, feierte im Haus Maria Frieden Karneval mit Heimkindern.
Lärm und Jubel, wie auf einer Jecken-Sitzung in Köln oder Düsseldorf: Die Nachwuchsorganisation des Lions Clubs, hat gemeinsam mit Bewohnern der Jugendhilfeeinrichtung der katholischen Maria Ward Schwesternschaft in Langenberg eine Karnevalsveranstaltung organisiert, die die meisten Kinder und Jugendlichen so bald nicht vergessen werden. „Viele Spiele und Aktionen, von Singstar oder Modenschau und Mannschaftsspielen, über Wettessen bis Luftballonhüpfen haben wir mit Jugendlichen aus den Wohngruppen zusammen geplant“, verrät Hanna Pfeifer. Die 21-jährige Jurastudentin ist eine von einem knappen Duzend Leos an diesem Abend. „Dank der Unterstützung des Lions-Club Velbert/Heiligenhaus ist außerdem für die Verpflegung aller Teilnehmer gesorgt. Auch die Bäckerei Bär beteiligt sich mit Gratis-Berlinern an diesem Abend“. Natürlich kamen fast alle verkleidet zur Party. Da tanzten Bienen mit Hasen, Piraten mit Nonnen und Cowboys mit Indianern gemeinsam. Bei den Spielen reichten sich alle die Hand und am lautesten tobte der Saal beim Fetenkracher „Heut’ ist ein schöner Tag“. Auch Freunde der Bewohner waren eingeladen. Und wer tatsächlich kein passendes Kostüm gefunden hat, wurde von den Leos kurzerhand geschminkt. Besonders gut kam, vor allem bei den Jüngeren, das Pickelhaubenspiel an. Galt es doch für die Teilnehmer, mit einer an einem Fahrradhelm befestigten Nadel möglichst viele an einer Leine aufgehängte Luftballons zum Platzen bringen. „Wo Kinder sind, da ist Leben“, freute sich auch Schwester Lioba (71), tanzend mitten drin. „Ich finde es toll, dass junge Menschen, die vielleicht sonst nie einen Kontakt zu einem Heimkind hätten, sich auf diese Weise engagieren. Für unsere Kinder ist es besonders wichtig, Außenkontakte zu haben. Schließlich sind es ja auch ganz normale Kinder, die nur aus den unterschiedlichsten Gründen nicht in ihrer Ursprungsfamilie leben können“. „Kevin ist seit kurzen in meiner Klasse. Er ist ein echter Kumpel. Ich finde es klasse, dass er mich zu dieser Fete eingeladen hat“, bestätigt Nils aus Wuppertal. Der als Mönch verkleidete Nick Burmester (20) ist Wehrdienstleistender. „Mein Vater ist bei den Lions. Die Erwachsenen helfen mit Geld. Das haben wir zwar nicht, aber mit Manpower schaffen wir auch ganz viel“. Wie gut die Aktion ankommt, merken die Leos an den Reaktionen der Bewohner. „Ich lebe seit sieben Jahren hier und habe den Karneval noch im Blut. Die haben echt gute Musik mitgebracht“, lobt Michelle (16). Sie muss es wissen, stammt sie doch aus Düsseldorf.
11:36
was möchten uns die beiden Kommentare verraten?
23:29
Und die Eltern der Heimkinder waren nicht eingeladen!
23:26
Ja, die Presse des Heimkinderverbandes verrät was aus diesen Kindern mal wird.