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Junge Müllflotte macht sauber

29.07.2011 | 18:13 Uhr
Junge Müllflotte macht sauber

Velbert.   Kinder, die den Ferienspaß besuchen, sammeln einen Tag Müll. Dafür dürfen sie auch im Müllauto fahren und auf einer Kehrmaschine sitzen.

Mit Müllsäcken, Warnwesten, Pickern, Handschuhen und passender Kopfbedeckung ausgerüstet, sehen die Kids aus wie Profis – und schnuppern heute auch in deren Alltag rein. Müll sammeln, Glascontainer leeren, Kehrmaschinen besichtigen und mit den Müllfahrzeugen fahren – die Liste ist lang, die Begeisterung groß.

„Guten Morgen, ist hier der Ferienspaß?“ Nach und nach trudeln Kinder mit Eltern ein, Treffpunkt und Einweisung sind in dem Sitzungssaal der Technischen Betriebe Velbert (TBV) oder der „Basisstation der Müllflotte“, wie Abfallwirtschaftsplaner Detlef Schäfer scherzhaft sagt. Er erklärt: „Zuerst werden wir ein wenig die Umgebung erkunden und Abfälle sammeln. Ihr seid die Müllpolizei und meine Hilfspolizisten für den Vormittag.“

Und wer so ein echter Müllsammler ist, der braucht bekanntlich auch eine echte Ausrüstung. Die XL-Warnwesten reichen den Kids zwar fast bis zu den Schuhen, aber dann werden sie wenigstens von Kopf bis Fuß gesehen. Müllpicker aus Holz, Käppis und Müllsäcke runden das Bild der kleinen Müllflotte ab. Auf die Frage hin, wie sie denn ihr Outfit findet, sagt die achtjährige Melina mit einem strahlenden Grinsen: „Toll!“

Müllpolizei ist unterwegs

Toll ist auch, was es zu erfahren gibt. Die Tonnen sollte man immer so füllen, dass man den Deckel auch noch schließen kann. Das verhindert   unangenehme Gerüche. Die Griffe der Mülltonnen sollten möglichst in Richtung Straße gerichtet sein und im Winter freuen sich die Müllwerker, wenn sie sich nicht durch hohe Schneeberge zu den Tonnen durchkämpfen müssen.

Nach dem Sammeln betrachten die Kids ihre Schätze. Der neunjährige Jonathan findet: „Es ist doch viel besser, den Abfall richtig zu entsorgen, anstatt ihn einfach nur auf die Straße zu werfen.“ Nach der Arbeit kommt bekanntlich das Vergnügen: In der Fahrzeughalle werden zuerst die Kehrmaschinen und andere Fahrzeuge besichtigt.

Dann können die Kinder in Gruppen in einen Müllwagen klettern und eine Runde auf dem Hof mitfahren. Die Mutigen durften sich das Ganze sogar, dank Steigerfahrzeug, aus luftiger Höhe ansehen. Und was sagen die Kids zu dem altbekannten Gerücht, bei der Müllabfuhr würde es unangenehm riechen? „Stimmt gar nicht!“, sind sich da alle einig.

Sonja Lelittka

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