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Jede zweite Tat aufgeklärt

04.03.2008 | 18:23 Uhr

Mit einer Quote von 54,7 Prozent liegt Velbert auf dem ersten Platz und über dem kreisweiten Durchschnitt.2007 konnten von insgesamt 5197 erfassten Delikten 2845 zu den Akten gelegt werden

Als einen "moderaten Anstieg", bezeichnete Landrat Thomas Hendele die Entwicklung der Kriminalität im Kreis Mettmann. Im Vergleich zu 2006 wuchs die Gesamtkriminalität im vergangenen Jahr um 1,8 Prozent. Mit insgesamt 112 942 Einsätzen stiegen diese um 4,98 Prozent. Die eingehenden Notrufe erhöhten sich mit 113 029 um 14,71 Prozent, was aber insbesondere auf das Sturmtief "Kyrill" zurückzuführen ist.

Auf die Städte umgelegt, lag Ratingen bei über 25000 Einsätzen an der Spitze. In Velbert, Langenfeld, Hilden und Mettmann gab es jeweils zwischen 10 000 und 20 000 Einsätze. Die Städte Monheim, Erkrath, Heiligenhaus, Haan und Wülfrath verzeichneten unter 10 000 Einsätze.

Um die Sicherheit in diesen Städten zu bewerten, ist aber die Kriminalitätshäufigkeitszahl von Bedeutung. Diese zeigt die Zahl der Straftaten in Relation zur Einwohnerzahl. Das beste Ergebnis liefert Mettmann mit 4807, gefolgt von Velbert auf Platz zwei und Heiligenhaus/Wülfrath auf Platz drei. Schlusslicht ist Langenfeld mit der größten Kriminalitätshäufigkeitszahl von 8482 Straftaten bezogen auf 100 000 Einwohner.

Was die Aufklärung der Straftaten betrifft, vermeldet die Kreispolizeibehörde Mettmann eine positive Entwicklung. Die Zahl stieg um insgesamt 0,9 Prozentpunkte an. Insgesamt wurden 45,2 Prozent aller Straftaten aufgeklärt. Platz eins belegte Velbert mit 54,7 Prozent - gefolgt von Mettmann und Monheim mit jeweils 47,9 Prozent.

Von den insgesamt 10 897 ermittelten Tatverdächtigen standen 1139 Männer und 100 Frauen unter Alkoholeinfluss. 4889 aller Tatverdächtigen waren bereits im Vorfeld polizeilich aufgefallen. In insgesamt 46 Fällen wurden Schusswaffen mitgeführt.

Was die Wiederholungstäter betrifft, arbeitet die Kreispolizeibehörde Mettmann im Bereich der Jugendkriminalität mit einem Intensivtäterkonzept. "Wir wollen die Jugendlichen im Auge behalten und nicht nur ihre Straftaten bearbeiten", so Ralf Stetza, Leiter der Direktion Kriminalität. Mittlerweile stehen im gesamten Kreisgebiet 44 dieser Intensivtäter unter Beobachtung. Hinzu kommt das Projekt "Gelbe Karte". Diese richtet sich an jugendliche Ersttäter und hat eher einen erziehenden als bestrafenden Charakter.

Insgesamt gab es im Jahr 2007 33 555 erfasste Fälle, die sich wie folgt aufgliedern: 1082 Gewaltdelikte (-0,1 %), 11 531 Delikte im Bereich der Straßenkriminalität (+1,4 %), 282 Raubdelikte (unverändert), zwei Mord- und Totschlagdelikte, 66 Vergewaltigungen (+3,6%), 733 gefährliche Körperverletzung (+0,3 %), 16 480 Diebstähle (+2,2 %), 4589 Vermögens- und Fälschungsdelikte (-2,2 %), 826 Rauschgiftdelikte (-4,0 %) und 107 Umweltdelikte (-18,3 %).

Der Mord in Ratingen konnte aufgeklärt werden. Die Ermittlungen der Mordkommission Düsseldorf im Fall Knapp in Velbert dauern hingegen noch an. Spekulationen zu Folge war das Opfer erstickt worden. Die Kreispolizeibehörde vermeldete nun, das die Velberterin erschlagen wurde. Außerdem berichtete sie, einen konkreten Tatverdächtigen gehabt zu haben. Der Verdacht musste aber mangels Beweise wieder fallen gelassen werden.

Von Saskia Baeck

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