Investoren stehen fest
04.09.2011 | 14:17 Uhr 2011-09-04T14:17:00+0200
Velbert. Die Realisierung des Marktzentrums rückt einen Schritt näher. Bürgermeister Stefan Freitag räumt mit Gerüchten auf.
Es war ein wenig still geworden um das Projekt Marktzentrum im Stadtkern. Doch hinter verschlossenen Türen sind die Planungen um das Shopping-Center in den vergangenen Wochen offenbar zügig fortgeschritten.
Bürgermeister Stefan Freitag nannte jetzt auch die Investoren: ECE und HBB – „das ist, als wenn Daimler Benz und BMW gemeinsam ein Auto bauen würden“, frohlockte Freitag im Pressegespräch. Die beiden Unternehmen hätten „feste Investitionsabsichten“ geäußert. Damit sendete der Bürgermeister am Ende der Ferien und „entgegen unzähliger Gerüchte“ das Signal: Die Realisierung des wahrscheinlich größten städtebaulichen Projektes in Velbert rückt einen entscheidenden Schritt näher.
Man hat sich viel vorgenommen für das letzte Quartal des Jahres 2011: Mit der Denkmalbehörde muss derzeit ein Einvernehmen erzielt werden über die Berücksichtigung des Café Droste zum Offersplatz hin und über die Herminghausvilla, die in einem neuen Bebauungsplan geschützt werden soll. Mit den Architekten will die Verwaltung die Gestaltung des neuen Großkaufhaus auch zur Kolpingstraße hin verbindlich verabreden, damit das städtebaulich wertvolle Ensemble Kolpinghaus/Marienkirche aufgewertet wird.
„Die Stadt behält sich umfangreichen Einfluss bei diesen sensiblen Punkten vor“, berichtete der Bürgermeister. So soll es einen städtebaulichen Vertrag geben, der die genannten Häuser schützt und an dem sich die Architekten des Marktzentrums auch orientieren müssen.
Missstand beseitigen
„Eine Betonmauer wie bislang darf es hier nicht mehr geben, dieser innerstädtische Missstand muss beseitigt werden“, kritisierte Freitag die Bausünden unter seinen Vorgängern. Im Oktober sollen die genauen Pläne vorgestellt werden, die Öffentlichkeit wird danach beteiligt. Auch arbeite man zurzeit daran, wie der Anlieferverkehr über die Oststraße ans Marktzentrum geführt werden soll.
Wie weit genau die Vermietungsbemühungen der Investoren ECE und HBB gediehen sind, wollte Stefan Freitag indes nicht sagen. Er warb dabei um Verständnis: „Sie sind zurückhaltend – mit Blick auf die gewerblichen Mieter und deren Kalkulationen für die insgesamt 20000 Quadratmeter Verkaufsfläche ist das verständlich.“
Von dieser Entwicklung hängt letztlich auch der Zeitpunkt des Baubeginns ab. Bis zum Frühjahr 2012 wird der erforderliche Bebauungsplan aufgestellt sein, meinte Bürgermeister Stefan Freitag. Dann könnte gebaut werden. „Das“, so der 43-Jährige, „ist die spannendste Phase meiner Amtszeit.“
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