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Intensiv-Filter aus Langenberg ist in der Insolvenz

05.06.2012 | 17:36 Uhr
Intensiv-Filter aus Langenberg ist in der Insolvenz

Langenberg.   Hiobsbotschaft für rund 160 Beschäftigte: Intensiv-Filter, Technologieführer in der industriellen Entstaubung, hat Insolvenz angemeldet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Marc d`Avoine aus Wuppertal bestellt.

„Oberstes Ziel der Bemühungen bleibt die Fortführung des Unternehmens mit so vielen Arbeitsplätzen wie möglich“, betont Michele Dattaro, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Velbert. Die Insolvenz sei aus wirtschaftlichen und strukturellen Gründen erfolgt, nachdem bereits seit Monaten ernste Probleme geherrscht hätten. Die IG Metall arbeitet mit dem Insolvenzverwalter und dem Betriebsrat des Unternehmens zusammen. „Intensiv-Filter ist in einer Zukunftstechnologie und im Umweltbereich tätig. Wir wollen so viele Arbeitsplätze wie nur möglich retten“, erläutert Michele Dattaro.

Die Intensiv-Filter GmbH & Co. KG mit Sitz an der Voßkuhlstraße 63 wollte sich auf Anfrage der WAZ nicht äußern. „Von der Geschäftsführung ist zur Zeit niemand zu erreichen. Es laufen verschiedene Besprechungen im Haus Wir werden uns gegebenenfalls melden“, teilte eine Sprecherin mit. „Der Betrieb wird aufrecht erhalten. Die Fortführung des Unternehmens und die Erhaltung bleiben die Aufgabenstellung der nächsten Wochen“, erklärt Insolvenzverwalter Dr. Marc d’Avoine. „Intensiv-Filter hat einen guten Ruf im Mark.“ Gründe für die wirtschaftliche Schieflage des Unternehmens seien unter anderem eine nicht umgesetzte Restrukturierung und nicht beachtete Marktsignale.

Im März 90-jähriges Bestehen gefeiert

Der Auftragseingang des Unternehmens habe sich im zweiten Quartal 2012 schlecht entwickelt. Die Gehaltszahlungen der Mitarbeiter sind gesichert, seit die Agentur für Arbeit seit Mai die Gehälter vorfinanziert. Das Unternehmen, Technologieführer in der industriellen Entstaubung, feierte im März sein 90-jähriges Bestehen. Am Anfang der Firmengeschichte stand Theodor Hansen. Er gründete in Wuppertal einen kleinen Handwerksbetrieb, in dem er Filteranlagen aus Holz entwickelte und baute. Heute existiert so gut wie keine Branche und kein verfahrenstechnischer Prozess, in der nicht Entstaubungslösungen von Intensiv-Filter Anwendung finden. Als Technologieführer in der industriellen Entstaubung bietet das Traditionsunternehmen seinen Kunden komplette und maßgeschneiderte Lösungen im Bereich der Entstaubungstechnik und Produktrückgewinnung.

Thomas Borowski



Kommentare
05.06.2012
22:13
mal bei der Stadt Velbert um Unterstützung nachfragen
von cronos1 | #1

Im Jahr 2006 hat die Klinikum Niederberg gGmbH Insolvenz angemeldet. Die hoch verschuldeten Städte Velbert und Heiligenhaus pumpen seit dem zig Millionen Euro an Kassenkrediten und Bürgschaften in das Krankenhaus um es überlebensfähig zu halten. Dort ist man jetzt sogar in der Lage, Führungskräfte mit Firmenwagen auszustatten.

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