Initiative gibt jetzt Gas
22.03.2010 | 18:55 Uhr 2010-03-22T18:55:00+0100
Velbert. Für die Gründung einer zweiten öffentlichen Gesamtschule legt sich die neu gegründete Initiative mächtig ins Zeug. Es sind Infostände und Teilnahmen an Veranstaltungen geplant.
„Wir können nicht länger warten. Gemeinsam schließen wir uns zusammen, um für eine weitere öffentliche Gesamtschule in Velbert zu kämpfen. Dabei laden wir Vereine, Verbände, Organisationen, Kirchen, Parteien und alle Velberter/innen ein, sich uns anzuschließen. Denn gemeinsam werden wir dieses Ziel erreichen, für die Velberter Kinder und Jugendlichen, für den Elternwillen in unserer Stadt und für eine Schule, die nicht ausgrenzt und niemanden zurücklässt.“ So heißt es in der Resolution, die die so eben gegründete „Bürgerinitiative für eine zweite öffentliche Gesamtschule in Velbert“, kurz „Gesamtschulinitiative“, beschlossen hat.
Laut Robin Meis, Vorsitzender des GEW-Ortsverbandes und Gesamtschullehrer, der die Moderation des Gründungsabends übernommen hatte, kamen etwa 60 Bürger/innen zur Versammlung ins Jugendgästehaus am Buschberg. Eltern von Grund- und Gesamtschülern, wie auch Eltern von Kindern, die von der Gesamtschule abgelehnt werden mussten, Lehrer/innen, Ratspolitiker/innen und Vertreter/innen von 18 verschiedenen Verbänden und Organisationen nahmen an der Gründungsveranstaltung teil. Gerd Schäfers, ehemaliger Leiter der Gesamtschule: „Bis Februar 2011 muss eine Entscheidung in trockenen Tüchern sein, sonst kann schon wieder dem Willen von hunderten Velberter Eltern nicht entsprochen werden.“ Gerade gegründet, schon soll es jetzt an die Arbeit gehen. Laut Robin Meis (GEW) hat sich ein aus elf Engagierten bestehender Sprecherausschuss gebildet, der ab sofort Ideen zusammenträgt, ein Netzwerk aufbauen und Info-Stände vorbereiten wird. Ziel ist es, weite Teile der Öffentlichkeit über das Ziel einer zweiten Gesamtschule zu informieren und für die Arbeit der Initiative zu gewinnen.
Mit dem Velberter Bildungsstreik am 22. April und der Maikundgebung der IG Metall stehen gleich zwei Großveranstaltungen von Bündnisorganisationen fest, bei denen die Gesamtschulinitiative mitmachen wird. Gleichzeitig wird sich die Initiative an der gerade beginnenden Schulentwicklungsdiskussion der Velberter Politik beteiligen; sie steht auch schon im Vorfeld der Debatte im Ausschuss für Schule und Bildung am 11. Mai allen Ratsfraktionen für Gespräche zur Verfügung. Im Rat wurde bereits der Antrag gestellt, dass der Schulausschuss prüfen soll, inwieweit dem Elternwillen nachgekommen werden könne. Weiteres Wissenswertes und auch die verabschiedete Resolution ist im Internet unter www.Gesamtschulinitiative.de zu finden.
09:25
Ich wünsche der Initiative viel Spass. Ich bin sehr beruhigt, dass es nur eine Initiative wie ProBahn ist, die nichts erreichen wird. Ein bischen heisse Luft, dann die Resignation. Ich gehörte 1988 schon zu den Demonstranten gegen die erste Gesamtschule für die zwei Schulen geopfert wurden. Eltern, die diese Initiative unterstützen, sollten einfach aus Velbert wegziehen. Dann haben wir hier ein paar Hohlfritten weniger in Velbert. GESAMTSCHULE NEIN DANKE !!
12:04
Bildung ist ein Grundrecht und jeder sollte diese kostenfrei erhalten und sich aussuchen dürfen, wo er diese bekommt.
10:54
Ich wuensche der Initiative alles Gute. Eine weitere Gesamtschule ist gewollt und sie ist auch noetig. Eigentlich sollte es im Interesse aller sein, dass die Kinder die bestmoegliche (finanzierbare) Bildung bekommen. Leider gibt es immernoch genuegend Menschen die der Meinung sind, dass nur Kinder der Oberschicht Abitur machen sollten. Anstatt zu dieser Meinung zu stehen wird dann noch versucht, irgendwelche Argumente an den Haaren herbei zu ziehen.
22:35
Es fordert keiner eine Vertreibung eines Gymnasiums.
@Carpra: Was schlagen Sie vor? Wenn man bedenkt, dass dieses Jahr 30 Schüler ihr Abitur nicht in Velbert machen können ist das mehr als traurig.
21:16
Soll denn wieder ein Gymnasium dafür vertrieben werden?
Alle, die damals die Einführung der ersten Gesamtschule miterlebt haben, werden eher geneigt sein, zu beten, dass Velbert solch unmögliches politisches Handeln nicht noch einmal erlebt.
Alles schon vergessen?
20:01
Es ist schon traurig zu sehen, dass die Bürger das Ruder in die Hand nehmen müssen. Der Rat unserer Stadt scheint schlichtweg den Draht zu den Bürgern und dem Geschehen in Velbert verloren zu haben.
An die Initiative: Weiter so!