In Velbert noch kurzfristig zum Lehrvertrag

Saeid Rajabpour macht eine Ausbildung als Mechatroniker bei KFV in Velbert
Saeid Rajabpour macht eine Ausbildung als Mechatroniker bei KFV in Velbert
Foto: Andreas Fischer Fotodesign, Wuppertal
Was wir bereits wissen
Neben der Arbeitsagentur bietet auch die Schlüsselregion mit ihrem Ausbildungsportal noch berufliche Einstiegsmöglichkeiten für Jugendliche

Velbert..  Das Werben der Unternehmen um Ausbildungsnachwuchs wird intensiver, denn das Angebot droht vor dem Hintergrund des demografischen Wandels auf lange Sicht zu schrumpfen. Auch regionale Netzwerke wie der Verein Schlüsselregion, der mittlerweile von mehr als 160 Unternehmen als Kommunikationstreffpunkt genutzt wird, unterstützt die örtlichen Industrieunternehmen bei ihren Bemühungen um das qualifizierte Personal von morgen.

„Wir treten damit nicht in Konkurrenz zur Arbeitsagentur, die von den Unternehmen natürlich ebenso angefragt wird, wenn es um die Vermittlung von Auszubildenden geht“, sagt Gabriele Beutler, zuständig für das Ausbildungsportal www.das-mache-ich.de bei der Schlüsselregion. Die der Schlüsselregion angeschlossenen Betriebe nutzen das Portal zusätzlich, um sich nach ihren Vorstellungen ausführlicher der Zielgruppe vorstellen zu können. Für Jugendliche, die sich für eine Ausbildung im Fachbereich der Schlüsselregion interessieren, bietet sie seit 2009 das Internetportal an. Junge, an einer Fachausbildung Interessierte, können sich auch noch für das aktuelle Ausbildungsjahr 2015 informieren. Und an Berufsbildern und Stellen fehlt es da nicht: „Zum Bespiel gibt es noch Plätze für die Berufe Maschinen- und Anlageführer, Werkzeug- und Industriemechaniker oder technischer Produktdesigner“, zählt Gabriele Beutler auf. Auch für kaufmännisch Interessierte gebe es noch Kapazitäten als Industriekaufleute.

Alternative Duales Studium

Außerdem werden die verschiedenen Möglichkeiten eines Dualen Studiums in der Region auf der Webseite vorgestellt, denn auch für Abiturienten kann ein Industrieberuf sehr aussichtsreich sein. „Man kann eine Ausbildung und ein Studium auch parallel absolvieren, hat dabei einen hohen Praxisbezug, und die Ausbildungsvergütung dient als finanzielle Unterstützung“, erläutert Martina Baier, Personalleiterin bei dem Heiligenhauser Unternehmen Woelm, das das Duale Studium in verschiedenen Fachrichtungen anbietet. Das Besondere an diesem Modell: Das im Studium erlangte Wissen könne direkt in der Praxis angewandt werden, auch die Abschlussarbeit sei sehr praxisorientiert. „Die Studierenden lernen verschiedene Unternehmensbereiche kennen und können so ihre persönlichen Neigungen erkennen“, führt Martina Beier aus.

Kooperatives Ingenieurstudium (KIA) nennt sich das Modell, das im Studiengang Maschinenbau und neuerdings „Mechatronik und Produktentwicklung“ angeboten wird. Dafür gibt es eine Zusammenarbeit von der Firma Woelm mit dem nahe gelegenen Campus Velbert/Heiligenhaus der Hochschule Bochum.