Impfprogramm läuft wieder an

Kreis Mettmann..  Wie bereits in den zurückliegenden zwölf Jahren führt der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst des Kreisgesundheitsamtes Mettmann auch in diesem Jahr wieder in allen zehn Städten des Kreises sein bewährtes Impfprogramm durch. Hierzu werden zurzeit in den Grund- und Förderschulen die Impfbücher aller Viertklässler eingesammelt und auf Vollständigkeit überprüft. Maßstab sind die Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Institutes. Die Erziehungsberechtigten werden schriftlich über den Impfstatus und die gegebenenfalls noch durchzuführenden Impfungen informiert.

Die Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass die meisten Eltern aufgrund der Impfempfehlungen des Kreisgesundheitsamtes noch vor den Sommerferien die Praxen der niedergelassenen Ärzte aufsuchen, um ihre Kinder impfen zu lassen.

Im Schuljahr 2013/2014 haben von den 4421 Viertklässlern im Kreis 2631 Kinder bzw. 60 Prozent ihre Impfausweise vorgelegt. Die Auswertung ergab, dass bei 62 Kindern kein ausreichender Impfschutz gegen Masern bestanden hat. Zusätzlich zum Viertklässler-Impfprogramm gibt es im Kreisgebiet seit 2009 auch ein Impfinterventionsprogramm in den Haupt- und Förderschulen der Neuntklässler,

Im vergangenen Jahr legten von den 1060 Schülern 424 – das sind 40 Prozent – ein Impfheft vor. Die Auswertung ergab, dass gegen Masern bei 18 Schülern kein ausreichender Impfschutz bestand.

Nachholbedarf in neunten Klassen

Bei 174 Mädchen, die einen Impfausweis vorgelegt hatten, waren nur 90 vollständig gegen HPV geimpft. Hierbei handelt es sich um einen Erreger, der ein erhöhtes Risiko für Gebärmutterhalskrebs darstellt. Gegen Meningokokken C (Erreger einer Meningitis), einer erst seit einigen Jahren empfohlenen Impfung, zeigten 330 Schüler der vierten und neunten Klassen keinen Impfschutz.

„Im Gegensatz zu den Viertklässlern besteht bei den Neuntklässlern noch einiger Nachholbedarf“, bilanziert Dr. Claudia Niederer, Leiterin des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes. „Eine Motivation zu Impfungen muss daher insbesondere in dieser Altersgruppe erfolgen.“