Im Panoramabad Neviges Standsurfen lernen

Stand Up Paddeln ist nicht so schwer, berichtet Michael Schürmann von den Supfreaks, der im Panoramabad Neviges nun Kurse anbietet.
Stand Up Paddeln ist nicht so schwer, berichtet Michael Schürmann von den Supfreaks, der im Panoramabad Neviges nun Kurse anbietet.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Stand Up Paddling ist der Trend schlechthin im Wassersport. Ab Juni kann man Kurse im Nevigeser Panoramabad besuchen.

Velbert..  Ein Brett, ein Paddel – mehr braucht es nicht, um Glück auf dem Wasser zu erleben. Stand Up Paddeln heißt der Trendsport, der derzeit auf allen möglichen Seen und Gewässern stattfindet. Und auf diesen Trend setzt man nun auch im Nevigeser Panoramabad: Ab Juni finden hier erstmalig Kurse im Standsurfen statt.

Michael Schürmann steht am Rand des Wellenbeckens und bläst sein Supboard auf. „Das ist ein großer Vorteil zu Hardboards: Die Luftbretter sind viel leichter und einfacher zu transportieren, aber im Wasser genauso stabil“, erklärt der Stand Up Paddle Lehrer, der ab Anfang Juni die Kurse leiten wird. Der 37-Jährige hat das Surfen im Blut, liebt Holland und das Kitesurfen. „Doch bei wenig Wind war immer die Frage, was machen wir jetzt? So kam ich zum Stand Up Paddeln“, berichtet er.

Denn dafür braucht es nicht viel. Keinen Wind, keine Wellen, nur Wasser und vielleicht noch ein wenig Sonne. „Das Schöne an dem Sport ist es, dass man eigentlich sofort loslegen kann. Egal, wie jung oder alt oder fit man ist, mit ein wenig Übung kriegt das eigentlich jeder hin“, sind Schürmanns Erfahrungen. Und deswegen sei das Stand Up Paddeln auch so beliebt: „Man sieht es mittlerweile überall, am Strand aber auch auf Seen“, beschreibt er.

Oder wie nun auch im Freibad. „Das Wellenbad hier ist natürlich eine tolle Option. Ich freue mich, dass die Kooperation mit den Stadtwerken zustande gekommen ist“, freut sich Schürmann. Denn wo sonst könne man in einem so geschützten Bereich das Stand Up Paddeln lernen? „Das Wasser ist schön warm, die Umkleiden nebenan und wenn die Wellenmaschine wieder eingebaut ist, dann kann hier auch richtig was abgehen“, benennt er die Vorteile des Bads als Lernort.

Schürmann selbst braucht den Wassersport als Ausgleich, beruflich betreibt er eine eigene KFZ-Werkstatt in Wuppertal. „Das Gefühl von Freiheit und das Zusammenspiel der Elemente“, das reize ihn am Surfsport generell. „Und die gute Stimmung“, zum Beispiel bei dem großen Festival in Nordwijk, bei dem er jetzt über das Pfingstwochenende mitarbeitet.

Diese Leichtigkeit des Sports, die will er nun vermitteln. „Es ist vor allem eine Frage des Gleichgewichts. Aber durch das Paddel habe ich auch immer eine gute Möglichkeit, dieses auszugleichen“, zeigt Schürmann. Und wer es selber ausprobiert stellt schnell fest: Es klappt tatsächlich und macht dazu jede Menge Spaß.

Hawaiianischer Volkssport

Fischer auf Polynesien waren die ersten Paddler, anschließend gestaltete es sich zum Königssport auf Hawaii: Nur vom König Auserwählte durften mit ihm die Brandung entlang paddeln. Nach und nach entwickelte sich das auch so genannte Stehsurfen auf Hawaii, dem Surfmekka schlechthin, neben Wellenreiten und Windsurfen zu einem weiteren Volkssport.

Denn im Gegensatz zum Wellenreiten, wozu man anständige Wellen braucht, und zum Windsurfen, wo guter Wind nicht fehlen darf, ist man beim Stand Up Paddeln auf wenig angewiesen: Außer einem Brett und einem Paddel brauch man nichts, um die Buchten entlang zu surfen. Neben dem Distanzpaddeln gehen die geübten Sup-Surfer aber auch in die Wellen.

Das Stand Up Paddeln ist hier auf Hawaii aber nicht nur ein Freizeitsport, die Besten können damit sogar ihren Lebensunterhalt verdienen. Die Gewinner von Weltmeisterschaften und Wettbewerben werden zu Werbestars. Mit einer der Prominentesten ist der aus der Surfwelt nicht wegzudenkendem Robby Naish.