Illegale Teerkocher betrügen Velberterin

Die Polizei warnt: Wer illegale Baukolonnen arbeiten lässt, unterstützt Schwarzarbeit.
Die Polizei warnt: Wer illegale Baukolonnen arbeiten lässt, unterstützt Schwarzarbeit.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Die Polizei Velbert ermittelt erneut, weil in der Stadt eine illegale Baukolonne ihr Unwesen treibt. Opfer diesmal: eine 39-Jährige Anwohnerin der Mettmanner Straße.

Velbert..  Kurz vor Weihnachten in Tönisheide, jetzt an der Mettmanner Straße: Wieder waren in Velbert illegale Baukolonnen unterwegs und haben sich eine noch nicht genau bekannte Summe Geld ergaunert.

Diesmal hat es eine 39-jährige Anwohnerin der Mettmanner Straße erwischt. Die Frau wurde am Mittwoch (21. Januar) gegen 12 Uhr von einem Mann angesprochen, ob bei ihr Bedarf bestehe, eine Hoffläche teeren zu lassen. Die 39-Jährige erklärte sich einverstanden. Daraufhin erschienen drei weitere Männer in einem weißen Transporter mit britischem Kennzeichen bzw. einem weißen Kipplaster mit französischem Kennzeichen. Der Lkw zog einen Anhänger, auf dem sich eine Straßenwalze befand. Gemeinsam machte sich die Gruppe an die Arbeit und verteilte eine Ladung Kies. Nach Beendigung dieser „Arbeit“ setzten sich drei der Männer in den Lkw und fuhren davon. Zu diesem Zeitpunkt hatten sie den Kies lediglich lose verteilt. Als auch der vierte Mann sich mit einem Citroën mit französischen Kennzeichen entfernen wollte, wurde er von der 39-Jährigen auf die nur unzureichende Arbeit angesprochen. Der Mann erklärte lediglich, dass die Arbeiten fertig seien und fuhr los. Nur durch einen Sprung zur Seite konnte die Frau einen Zusammenstoß verhindern.

Die vier Täter beschreibt die 39-Jährige wie folgt: Der Fahrer des Citroëns ist ca. 30 Jahre alt, 185 cm groß, dunkel-blonde Haare, sprach Deutsch mit britischem Akzent; der zweite Mann ist ca. 50 Jahre alt, ca. 170 cm groß, stabile Statur, dunkelblonde Haare, sprach Deutsch mit britischem Akzent; der dritte Arbeiter ist ca. 50 Jahre alt, ca. 170 cm groß, normale Statur, graue Haare; der vierte Mann konnte nicht beschrieben werden.

Polizei mahnt zur Vorsicht

Unabhängig von dem bedrohlichen, gewalttätigen und betrügerischen Auftreten der beschriebenen „Teerkocher“, weist die Polizei darauf hin, dass es sich bei der Ausführung von Asphaltierarbeiten durch solche reisenden britischen Teerkolonnen in der Regel immer um Schwarzarbeit handelt. Diese „Unternehmen“ hinterziehen Steuern, führen keine Sozialversicherungsbeiträge ab und verletzen handwerks- und gewerberechtliche Vorschriften. Wer solchen Kolonnen einen Auftrag erteile, beauftrage also in der Regel Schwarzarbeit und mache sich dadurch selber strafbar.