IG Metall ruft zum Warnstreik auf

Die zweiten Verhandlungsrunde zwischen der Gewerkschaft IG Metall und dem Arbeitgeberverband Metall hat noch keine Einigung gebracht. Vielmehr ruft die Gewerkschaft nun ihre Mitglieder am heutigen Dienstag zum Warnstreik auf. Die Arbeitgeber hatten 2,2 Prozent mehr Geld ab 1. März bis zum 31. Dezember 2015 angeboten. Der Anspruch auf Altersteilzeit solle halbiert und auf besonders Belastete reduziert werden. Michele Dattaro, erster Bevollmächtigter der IG Metall: „Was die Arbeitgeber am zweiten Verhandlungstag vorgelegt haben, ist schlicht zu wenig. Mit solchen Vorschlägen fordern die Arbeitgeber die Beschäftigten regelrecht zum Widerstand heraus.“ Demonstriert wird heute in Mettmann.

Als „völlig unnötig“ hat wiederum der Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes der Metallindustrie von Wuppertal und Niederberg e.V., Dr. Klaus-Peter Starke, die Ankündigung der IG Metall verurteilt, ihre Mitglieder zu massiven Warnstreiks aufzurufen. „Warnstreiks machen einen Tarifabschluss nicht leichter“. Die Gewerkschaft müsse wissen, dass Produktionsausfälle die internationalen Kundenbeziehungen empfindlich störten. Die IG Metall gefährde damit die weltweit anerkannte Lieferverlässlichkeit und -treue deutscher Unternehmen. Die Arbeitgeber hätten mit der Vorlage eines fairen und attraktiven Angebots bereits in der 2. Verhandlungsrunde alles getan, um zügig einen tragfähigen Kompromiss zu ermöglichen.