Ideenschmieden für den Klimaschutz in Velbert

Weniger Autoabgase? Dazu könnte die Förderung der E-Mobilität sowohl auf vier als auch auf zwei Rädern beitragen.
Weniger Autoabgase? Dazu könnte die Förderung der E-Mobilität sowohl auf vier als auch auf zwei Rädern beitragen.
Foto: WAZ FotoPool
Gleich nach den Osterferien startet die zweite Workshop-Serie für das Energie-und Klimakonzept. Neue Teilnehmer können sich noch anmelden.

Klimaschutz ist – wenn die Sache gelingen soll – eine weltweite Aufgabe. Auch die Stadt Velbert nimmt diese Herausforderung an und stellt ein eigenes Energie- und Klimakonzept auf die Beine. Der Anstoß kommt aus der Verwaltung; das Ganze geschieht freiwillig, weil das Land NRW solche Konzepte erst noch zur Pflichtaufgabe für die Kommunen machen will.

Umsetzung könnte in 2016 starten

„Das Konzept soll Privatleuten und Betrieben Impulse geben und Anreize bieten, und es ist auch als Planungsgrundlage für die Verwaltung gedacht“, erläutert Meike Heß. Die gelernte Raumplanerin fungiert im Rathaus u. a. offiziell als Klimaschutz-Beauftragte. „Wir sind mitten im Prozess“, berichtet die 31-Jährige. Seit dem Projekt-Start im Oktober 2014 seien die Analysen schon gelaufen und die Bestandsaufnahme so gut wie abgeschlossen. Und in einer ersten Workshop-Serie zu den vier Handlungsfeldern „Private Haushalte“, „Industrie und Gewerbe“, „Mobilität“ und „Klima-Anpassung“ seien „wie wild Ideen kreiert und gesammelt“ worden, die man nun in einer zweiten Serie auf ihre Machbarkeit und Finanzierbarkeit abklopfen wolle.

Die Vorschläge bzw. Wünsche zu „Mobilität“ beispielsweise reichen von der Förderung der E-Mobilität durch mehr Ladesäulen (auch für Bikes) und eine E-Bike-Verleihstation über kostenlose Parkplätze für Fahrgemeinschaften und eine bessere Qualität der Fuß- und Radwege bis zu einer schnelleren Verbindung von Velbert-Mitte zur S 9. Im Bereich „Gewerbe“ denkt man u. a. an die Gründung eines Energie-Netzwerks, die Nutzung von Prozesswärme und Kraft-Wärme-Koppelung oder den Einsatz von Energieberatern in einem Gewerbegebiet.

Mitte Mai tagt der Projektbeirat, daran schließt sich die Auswertung durch die Gutachterbüros an, und im Herbst werden dann die Ergebnisse der Politik vorgelegt. Wenn der Zeitplan eingehalten wird, könnten Meike Heß zufolge erste Bausteine des Konzeptes sogar schon in 2016 umgesetzt werden.

Die nächsten Workshops finden nicht nur in Velbert-Mitte, sondern auch in Neviges und Langenberg (in der Reihenfolge der aufgeführten Handlungsfelder) am 15., 20, und 29. 4 sowie 6. 5. statt. Etliche der Teilnehmer von der ersten Runde, so Heß, wollten weitermachen. Es dürften aber gerne neue, zumal Vertreter von Betrieben und Unternehmen, hinzukommen. Das Thema „Klima-Anpassung“ könne ebenfalls Verstärkung gebrauchen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Workshop-Anmeldungen sowie Ideen zum Klimaschutz vor Ort nimmt Meike Heß (Abteilung Generelle Planung und Stadterneuerung) unter 02051/26-2825 oder per E-Mail an meike.hess@velbert.de entgegen. Weitere Infos – und in Kürze auch die Ergebnisse der ersten Workshops – sind abrufbar unter www.klimaschutz.velbert.de.

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