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Schloss-Sanierung:

Idee: Gastronomie in alter Mühle

13.09.2012 | 18:52 Uhr
Idee: Gastronomie in alter Mühle
Auf einer PostkartenidylleFoto: Uwe Möller

  Bei der diskussion um die Sanierung des Herrenhauses von Schloss Hardenberg kam jetzt ein völlig neuer Vorschlag auf den Tisch: In der alten Mühle könne doch auch eine Gastronomie untergebracht werden.

„Vollgastronomie“ – ja oder nein. Das war wieder einmal ein Thema. Diesmal im Sonderbauausschuss Sanierung Schloss Hardenberg. Doch nachdem der Ratsbeschluss über die umfangreiche Bewirtung in der Vorburg aufgehoben war – dem Pächter das Speisenangebot nach „eigenem Ermessen“ überlassen wurde – kam für die Versorgung des Schlossbereiches mit Speis’ und Trank ein völlig neuer Vorschlag auf den Tisch. „Den Begriff Vollgastronomie gibt es in der deutschen Sprache gar nicht“, ermittelte CDU-Ratsfrau Marlies Ammann. Eine Erfindung der Verwaltung sei der, leitete sie vieldeutig zu ihrem Vorschlag über, doch einmal über die Herrichtung der alten Schlossmühle für die Gastronomie nachzudenken. „Da kann ja dann auch ein umfangreicheres Speisenangebot gereicht werden.“

Rundgang über die Baustelle

Eine Idee, über die in den Fraktionen jetzt nachgedacht werden soll. Ute Meulenkamp (SPD), die zuvor schon einen erneuten Baustellenrundgang durch das Herrenhaus des Schlosses gefordert hatte, um sich einen Überblick über den Fortgang der Sanierungsarbeiten zu verschaffen, plädierte deshalb dafür, dabei gleich auch einen Blick in das historische Mühlengebäude an der Bernsaustraße zu werfen. In der Diskussion hatte Grünen-Vertreter Axel Stiefeling vorher sein Erstaunen darüber geäußert, warum ein Ratsbeschluss zur Einrichtung einer „Vollgastronomie“ nicht umgesetzt worden sei.

In der Sitzung hatte sich gleich zu Beginn der Beratungen der neue Projektleiter für das Schloss, Björn Dröscher, dafür eingesetzt, „eine klare Aufgabenstellung zu erhalten, um die Wiederherstellung der Schloss-Anlage zu beschleunigen“. Ziel sei es auch, „eine konkrete Kostenplanung“ aufstellen zu können. Gegenwärtig würde aus dem Paket von 2,5 Mio. Euro weiter an der Fassadensicherung des Herrenhauses gearbeitet.

Dröscher sprach sich vor allem gegen die ständigen Unterbrechungen der Sanierungsarbeiten am Herrenhaus aus. Durch Reibungsverluste – beispielsweise der Einarbeitung neuer Firmen – würden auch die Kosten unnötig in die Höhe getrieben. Allerdings warnte der Bauexperte vor übertriebenen Hoffnungen bei der Fertigstellung des Schloss-Rohbaus: „In den nächsten zwei Jahren werden die Arbeiten wohl nicht abgeschlossen sein.“

Helmut Seiltgens lag in der Diskussion um einen Fortgang der Schloss-Sanierung vor allem dies am Herzen: „Dürfen die Jugendgruppen auch weiter die Schloss-Türme für ihre Arbeit nutzen“, wollte der SPD-Vertreter von der Verwaltung wissen. Was Björn Dröscher ausdrücklich bestätigte. An eine Auslagerung von DRK-Jugend, Landjugend und der Pfadfindern sei nicht gedacht. Von den umfangreichen Sanierungsarbeiten seien die „Jugend-Türme“ nicht betroffen.

Ulrich Braun



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