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Bio-Betrieb Hennenberg

Hühner dürfen nicht mehr in den Wald

16.03.2010 | 19:12 Uhr
Hühner dürfen nicht mehr in den Wald

Velbert. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat die Nutzung einer ca. fünf Hektar großen Waldfläche zum Auslauf für die im Betrieb gehaltenen Hühner untersagt. Das Unternehmen hat Beschwerde eingelegt.

Mit Beschluss vom 15. März hat die 15.Kammer des Verwaltungsgerichts Düsseldorf in einem vorläufigen Rechtsschutzverfahren die Verfügung des Landesbetriebes Wald und Holz bestätigt, mit der den Antragstellern, dem Bio-Betrieb Hennenberg, die einen Legehennenbetrieb in Bio-Freilandhaltung betreiben, die Nutzung einer ca. fünf Hektar großen Waldfläche zum Auslauf für die im Betrieb gehaltenen Hühner untersagt worden ist. Weiter teilt die Pressestelle des Verwaltungsgerichts mit, dass die Antragsteller die Waldfläche zum Nachweis der für die Bio-Eier-Zertifizierung erforderlichen Auslaufflächen in ihren Betrieb einbezogen hatten.

Zur Begründung führt das Gericht aus, dass die betriebliche Nutzung der Waldfläche ohne forstrechtliche Waldumwandlungsgenehmigung formell rechtswidrig sei. Die Waldumwandlung könne derzeit vom Landesbetrieb Wald und Holz auch nicht genehmigt werden, weil es an der erforderlichen und für das Verfahren landschaftsrechtlichen Befreiung von den Festsetzungen des einschlägigen Landschaftsplans des Kreises Mettmann fehle.

Die mit der Untersagung verbundenen wirtschaftlichen Folgen seien von den Antragstellern, die die Waldflächen bislang rechtswidrig genutzt hätten, hinzunehmen. Über den drohenden Entzug des Bio-Siegels werde in einem gesonderten Verfahren entschieden, hieß es weiter.

Gegen den Beschluss ist Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster möglich. Zum Beschluss des Verwaltungsgerichts nahm Andreas Hennenberg wie folgt Stellung: „Wir werden Beschwerde einlegen.“ Und: „Bis auf Weiteres verkaufen wir  Eier aus Bodenhaltung.“

Ellen Wiederstein

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Kommentare
29.07.2010
08:25
Hühner dürfen nicht mehr in den Wald
von Antonietta | #24

Egal ob Käfig- oder Bioeier: am Anfang sind die Küken, und nur die weiblichen müssen ihr kümmerliches Dasein als Legehennen fristen. Die männlichen werden, da es für die Fleischproduktion spezielle Züchtungen gibt, nicht mehr gebraucht, aussortiert und vergast oder vermust. 45 Millionen jedes Jahr alleine in Deutschland.
http://www.youtube.com/watch?v=lGpJ7J8ReJ4

23.03.2010
01:28
Hühner dürfen nicht mehr in den Wald
von Thomas Auer | #23

@ einestadt

Lassen wir einfach das/die Gericht/e entscheiden und gut ist.

20.03.2010
09:18
Hühner dürfen nicht mehr in den Wald
von metropol | #22

@einestadt
Sie verwechseln da was. Ein Gerichtsurteil ist keine Demokratie, bei der alle mal mitreden und dann abstimmen. Das ist ausnahmsweise mal was mit Gesetzen, an die sich selbst Eierfälscher halten müssen.

20.03.2010
08:01
Hühner dürfen nicht mehr in den Wald
von einestadt | #21

Oh sieh an!

Das grüne Ratsmitglied Thomas Basta Auer beendet die Diskussion, weil selbstverständlich nur seine Meinung die einzig zulässige ist. Ein echter Demokrat halt :)

Es wird immer deutlicher, dass das ganze hier nur eine Neid- und Hetzkampagne ist.

20.03.2010
02:10
Hühner dürfen nicht mehr in den Wald
von Thomas Auer | #20

Es gibt keine Diskussion.

Die Voraussetzungen wurden von Hennenberg nicht erfüllt. Punkt.

So einfach kann das manchmal sein.

Das sog. Gutreden hilft da auch nicht über die Fakten hinweg.

19.03.2010
17:03
Hühner dürfen nicht mehr in den Wald
von e. schreiber | #19

Gesunder Menschenverstand und Logik?
Auffallend ist, dass gerade diejenigen, die sich vermeintliche Objektivität, Neutralität und Sachlichkeit auf die Fahne schreiben, mit selbiger dann aber schonungslos auf die Verfasser kritischer Hennenberg-Kommentare eindreschen und dann, natürlich rein objektiv, neutral und sachlich, Mutmaßungen über deren Beweggründe anstellen. Und objektiv, neutral und sachlich kommt man dann zu folgendem Ergebnis: Es kann sich dabei nur um Hetzkampagnen handeln, oder vielleicht um von Missgunst zerfressene Menschen, oder um betroffene Nachbarn, oder wahrscheinlich sind es Nichtinformierte, es können aber auch persönliche Interessen dahinter stecken oder sollte man es gar mit Lügnern zu tuen haben?
Der Logik und dem Menschenverstand sei gedankt.Neutral und sachlich vermittelt kenne ich jetzt endlich die ganze Wahrheit - es lebe die subjektive Objektivität !

19.03.2010
12:03
Hühner dürfen nicht mehr in den Wald
von dorfbeobachter | #18

@ einestadt
Das Institut lässt keinen Grund zur Beanstandung erkennen.
Die Proben wurden allerdings beim ersten Mal vom Ordnungsamt der Stadt Velbert selbst entnommen. Der Mitarbeiter, der zunächst die Gaststätte Wilhelmshöhe inspizierte, um die Folgen zu betrachten, hatte noch nicht einmal ein ordentliches Behältnis zur Entnahme. Der Wirt hat ihm ein paar Tupperdosen gegeben, damit wollte er dann weiter zum Pollen ziehen...
Manipulation oder Unfähigkeit will ich nicht unterstellen. Aber die Ereignisse lassen doch Fragen offen.

19.03.2010
08:06
Hühner dürfen nicht mehr in den Wald
von einestadt | #17

@ 15 dorfbeobachter

Zu Pkt. 2:

Lt. WAZ-Bericht wurden die unterschiedlichen Bodenproben jeweils vom SELBEN Institut (wars in Düsseldorf?) untersucht. Mit unterschiedlichen Ergebnissen. Ich glaube da weniger an Manipulation durch die Ämter, als vielmehr an die Unfähigkeit des Instituts.

18.03.2010
15:48
Hühner dürfen nicht mehr in den Wald
von dorfbeobachter | #16

Ach, und noch was:
HUNDEHALTER, die ihre Lieblinge in den frisch aufgekeimten Weizen am Pollen geschickt haben, damit sie dort ihr Geschäft erledigen, habe ich daran erinnert, dass dort Lebensmittel angebaut werden.
Bei den Hundehaltern möchte ich mich hiermit, nachdem Herr Hennenberg wenige Tage später tonnenweise verkeimte Hühnerka... auf seine eigene Saat gekippt hat, entschuldigen. Es war keineswegs kritikwürdig, den Acker von Herrn Hennenberg als Hundeklo zu benutzen. Genau genommen war es sogar von der Landwirtschaftskammer so empfohlen, auch wenn sich mir der Sinn bis heute nicht erschließt.
Glückauf!

18.03.2010
13:58
Hühner dürfen nicht mehr in den Wald
von dorfbeobachter | #15

Was wirklich geschah, weiß wohl kaum jemand
@ Jörn

So schwer ist es nun wirklich nicht:

1. Die Landwirtschaftskammer glaubte tatsächlich, die Kopfdüngung mit Hühnerkot sei unproblematisch, was sich aber (nicht nur in Velbert) als falsch erwiesen hat.
2. Das Gesundheitsamt im Kreis und das Ordnungsamt haben keine Larvenreste im Boden gefunden, ein unabhängiges Institut schon. Was soll man darüber denken, Ihrer meinung nach?
3. Die Erklärung der oben genannten Behörden: unglückliches Zusammenkommen von Düngezeitpunkt und feuchtwarmer Witterung ist nachweislich falsch. Nicht nur die Erinnerung der Betroffenen stimmt damit nicht überein, sondern auch die abrufbaren Wetterdaten von DWD und Meteomedia (im Vergleich mit dem langjährigen Mittel). Was muss man von solcher Informationspolitik halten, nach Ihrer Meinung?
4. Die Unannehmlichkeiten der Anwohner kann man sich nicht vorstellen, wenn man es nicht erlebt hat. Nun kann man aber niemanden dafür haftbar machen, wenn man drei Tage lang Insektenschutzgitter montieren lässt, zu nicht unerheblichen Kosten. Auch der wirtschaftliche Schaden der angrenzenden Gastronomen, denen die Gäste aufgrund unverschuldet verursachtem Ekel weg blieben bleibt offen.
Im Reiterhof am Pollen, auch ein Wirtschaftsbetrieb, hingen die Fliegen mehrere Zentimeter dick übereinander unter der Decke. Ich habe so etwas vorher nie gesehen. Die Innenräume mussten komplett neu gestrichen werden. Können Sie sich vorstellen, wie die Pferde gelitten haben?

Der Verursacher ist bekannt. Er hat jedem Betroffenen in der Presse einen Blumenstrauß versprochen. Nicht einmal das ist eingelöst worden, wurde aber auch von niemandem vermisst. Vielmehr hätten wir ein Wörtchen zu reden, mit diesem Landwirtschaftsexperten.

Ich selbst, und alle anderen Anwohner, verstehen genügend von Landwirtschaft, um zu wissen (Empfehlung der Kammer hin oder her) dass man so etwas nicht macht. Herr Hennenberg wusste es sicher auch, nur hat er auf Befindlichkeiten der Öffentlichkeit nie Rücksicht genommen.
Hinzu kommt die Verschmutzung der angebauten lebensmittel durch den aufgetragenen Kot und die Verbreitung der Verkeimung durch die Fliegenpest.

Wenn also einige Poster gegenüber diesem Betrieb Häme und Schadenfreude entgegen bringen, kann zumindest ich das verstehen. Und es trifft auch nicht den Falschen.

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