Hotel „Zur Traube“ in Velbert bekommt drei Sterne

Drei Sterne von der Dehoga für gehobene Qualität: Der Gast solle sich wohlfühlen, wünscht sich Rolf Kuhs, hier mit Ehefrau Steffi (M.) und Betriebsleiterin Anna Magiera.
Drei Sterne von der Dehoga für gehobene Qualität: Der Gast solle sich wohlfühlen, wünscht sich Rolf Kuhs, hier mit Ehefrau Steffi (M.) und Betriebsleiterin Anna Magiera.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Traditionshaus „Zur Traube“ wird vom Fachverband ausgezeichnet. VMG: Wichtiger Beitrag zur Verbesserung der touristischen Qualität Velberts

Velbert..  Wer in Velbert ein Hotel buchen möchte, hat nicht die große Auswahl. Dabei ist die Nachfrage durchaus da: Neben Touristen, die immer häufiger mit Fahrrad in Velbert vorfahren, sind es Geschäftsleute, Messebesucher, Monteure oder Gäste von Familienfeiern, die auf Fremdenzimmer angewiesen sind. Da ist es eine gute Nachricht, dass die Heiligenhauser Familie Kuhs mit der Übernahme des Traditionshotels „Zur Traube“ das Angebot in der Stadt um eine wichtige Adresse bereichert.

Langwieriges Verfahren

„In den letzten zwei Jahren sind wir dabei, unsere 29 Einzel- und Doppelzimmer nacheinander zu renovieren und den Standard anzuheben“, sagt Rolf Kuhs. Zusammen mit Ehefrau Steffi Kuhs und ihrer Betriebsleiterin Anna Magiera verfolgte er bei der systematischen Verbesserung der Qualität ein Kalkül: Das Hotel „Zur Traube“ wurde aufgehübscht und verbessert, um die Klassifizierung zum Drei-Sterne-Hotel zu erreichen. „Ein langwieriges Verfahren, das rund 200 Einzelkriterien umfasste“, berichtet Steffi Kuhs. Dusche/WC für alle Zimmer, Flachbildschirm, Telefon und kosten- und drahtloser Zugang zum Internet etwa gehören für diese gehobene „Spielklasse“ dazu, zur Abrundung eines schönen Aufenthalts wird morgens ein opulentes Frühstücksbuffet angeboten. Radio übrigens war früher, heute legen die Gäste mehr Wert auf Hygiene, Sicherheit, Beschwerdemanagement.

Am Mittwoch war nun Feierstunde: Christian Jäger, Geschäftsführer des Hotelfachverbandes Dehoga für die Region Bergisch Land, kam zum Anschrauben der Tafel – und zum Beglückwünschen. Das Zertifizierungsverfahren macht die Dehoga nicht selbst. „Das erledigen unabhängige Tester für uns“, informierte der Verbandsvertreter. Jäger lobte Familie Kuhs für das Engagement: „Drei Sterne passen gut in die Velberter Hotellandschaft. Ein Vier Sterne gibt es bereits, doch diese Kategorie wird immer häufiger nachgefragt“, so Jäger, denn auch bei den Firmen sitze das Geld für die Unterbringung ihrer Außenmitarbeiter nicht mehr so locker wie früher. Und gerade, wenn zu Zeiten von Messen in Düsseldorf oder Essen die Hotelzimmerpreise wieder mal explodieren, liege Velberts „Traube“ doch goldrichtig und gut erreichbar. „Für Velbert auch ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der touristischen Qualität“, lobte VMG-Chef Nils Juchner.

Mit der Übernahme durch Rolf und Steffi Kuhs schließt sich übrigens auch ein Kreis: Das Haus, eine alte Fuhrmannskneipe, war 1940 bereits von Kuhs’ Großeltern übernommen worden, „die haben zimmerweise ein Hotel daraus gemacht“, sagt Kuhs. Bis 1980 wurde es dann von einer Tante geführt, jetzt ist es wieder in Familienbesitz. „Das Restaurant wollte ich jedoch nicht wieder beleben“, wehrt der Hotelier, der lange Jahre ein Haus in Hetterscheidt geführt hat, ab; in der Oberstadt gebe es schließlich genug davon.