Heka-Center in Velbert soll umgebaut werden

Der Zustand des „Heka-Centers“ ist vielen Velbertern seit langem ein Dorn im Auge. Jetzt gibt’s neue Hoffnung auf Veränderungen – und auf Verbesserungen.
Der Zustand des „Heka-Centers“ ist vielen Velbertern seit langem ein Dorn im Auge. Jetzt gibt’s neue Hoffnung auf Veränderungen – und auf Verbesserungen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Bebauungsplanverfahren für das Vorhaben „Heka-Center“ in Velbert ist gestartet. Deichmann erweitert am Standort im Untergeschoss. Bewusstsein für lohnenswerte Ziele schärfen.

Velbert..  Es gibt sie noch: gute Nachrichten zum Thema Velberter Innenstadt. So wird zum Beispiel – nach Jahrzehnten des Stillstands – jetzt erneut ein Anlauf unternommen, soll das „Heka-Center“ zumindest in Teilen saniert bzw. umgebaut werden. „Das Wohnhaus bleibt weiterhin ein Wohnhaus“, berichtete Björn Leißner im Gespräch mit der WAZ. Allerdings, so der Stadtplaner weiter, sollen wohl an dem Gebäude Bahnhofstraße 8 in sämtlichen Etagen Balkone „vorgesetzt“ werden, bestehe ferner die Absicht, die Fassade aufzuwerten. Für die Hausnummern Friedrichstraße 145 und 147 des „Heka-Centers“ – Eigentümer der Immobilie ist Henning Conle – sei vorgesehen, so Leißner auf Nachfrage weiter, die mehreren kleineren Ladenlokale zu ein oder zwei größeren Einzelhandels-Einheiten zusammenzufassen und dafür neue Mieter zu suchen. Die Obergeschosse sollen für Büros oder Wohnen genutzt werden. Die Buchhandlung „Thalia“ bleibe in dem Flachbau.

Wann konkret es beim „Heka-Center“ losgeht, ist im Rathaus nicht bekannt. Wichtig für den Zeitplan ist jedoch, dass dafür eigens ein Bebauungsplanverfahren erforderlich ist, das in der Vorwoche im BZA-Mitte begonnen hat.

Bereits am Werk sind hingegen Bauarbeiter in zwei Immobilien auf der gegenüberliegenden Seite der Fußgängerzone Friedrichstraße. Deichmann – das Schuh-Geschäft hat zurzeit wegen Umbaus geschlossen – vergrößert und wird laut Stadt künftig zusätzlich auch das Untergeschoss als Ladenfläche nutzen. Und das Ladenlokal des ehemaligen Rewe-Supermarktes wird aktuell in drei kleinere Einheiten „für zukünftige Handelsnutzungen“ unterteilt. „Sport Klose“ baut, wie berichtet, ebenfalls um.

Publik wurden diese und weitere Entwicklungen bzw. Vorhaben kürzlich bei einer Gesprächsrunde unter Federführung von Bürgermeister Dirk Lukrafka. Mit von der Partie waren Vertreter der Stadt, ortsansässige Einzelhändler und Eigentümer sowie IHK und Einzelhandelsverband.

Hoffnung auf Fördermittel

Ihr gemeinsames Anliegen ist es, die Innenstadt attraktiver zu gestalten. „Insbesondere die zahlreich vertretenen Inhaber qualitätsvoller Geschäfte mit langer Tradition möchten wieder ein Bewusstsein dafür herstellen, dass es durchaus lohnenswerte Ziele in der Innenstadt gibt“, wird berichtet.

„Das war wirklich eine richtig gute Runde“, bilanziert Heike Möller. Nach Auskunft der Fachfrau für Generelle Planung und Stadterneuerung will sich die Stadt auch bemühen, Städtebauförderungs- bzw. Stadterneuerungsmittel für Velbert-Mitte zu bekommen.