Händler in Neviges fühlen sich im Stich gelassen

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„Der Handel und das Gewerbe hier fühlen sich im Stich gelassen. Von Bürgermeister Lukrafka, aber auch von Teilen der Stadtverwaltung“, erklärt Thomas Bellers, 1. Vorsitzender der Werbegemeinschaft Neviges. Was den Apotheker, der mit Reisebüro-Inhaber Helmut Wulfhorst an der Spitze der Interessengemeinschaft Nevigeser Händler steht, erzürnt: Bürgermeister Dirk Lukrafka zeige sich angeblich nicht gesprächsbereit.

Das zumindest behauptet der Vorstand und bezieht sich dabei auf einen Brief, den die Werbegemeinschaft am 22. November an den Bürgermeister schrieb. Darin werden die „Sandkastenspiele der TBV“, so der Wortlaut, kritisiert, die den Umbau des Brunnens nach hinten verschöben. Fakt ist: Die Arbeiten beginnen frühestens im April und dauern etwa sechs Monate, also den Sommer über. Das führe zwangsläufig zu einer Vernichtung von Existenzen und Arbeitsplätzen“, heißt es in dem Brief.

Wie der Vorstand der 53 Mitglieder starken Werbegemeinschaft erklärt, sei die einzige Reaktion des Bürgermeisters ein „Weiterleitungsvermerk“ an die TBV gewesen. Laut Auskunft des Büros des Bürgermeisters habe man jedoch in jener Eingangsbestätigung vom 4. Dezember auch erklärt, man werde ein baldiges Gespräch im Januar vereinbaren. Das wiederum ist dem Vorstand unbekannt. „Von einem Gesprächstermin stand da nichts“, so der 2. Vorsitzende Wulfhorst.