Gute Aussichten
15.02.2011 | 18:32 Uhr 2011-02-15T18:32:00+0100
Velbert.Das freut den Kunden und das freut den Vorstand: Die Sparkasse Hilden-Ratingen-Velbert (HRV) hat allen Grund zum Optimismus, zumal sie auf ein „erfreuliches Geschäftsjahr 2010“ zurückblicken kann. So die Worte des Vorstandsvorsitzenden Jörg Buschmann gestern bei der Bilanz-Pressekonferenz.
Es geht voran: „Allerdings zeigt sich innerhalb unseres Geschäftsgebietes ein leichtes Gefälle zwischen Rheinschiene und dem niederbergischen Raum. Während die Städte Ratingen und Hilden, dank ihrer guten Verkehrsanbindung, einer ausgewogenen In-frastruktur, der Nähe zu Flughafen und Autobahnen und einer geringen Pro-Kopf-Verschuldung nach den offiziellen IHK-Erhebungen vom Jahresanfang 2011 zu den zehn Spitzenreitern der landesweit verglichenen Mittelstädte zählen, gehört Velbert zu den dahinter platzierten Städten“, so ein leichter Dämpfer für Niederberg.
Die Bilanzsumme lag mit ca. 3,2 Mrd. Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Bereits ab Jahresbeginn 2010 realisierte der Sparkassen-Verbund einen deutlichen Zuwachs (+ 4,4%) bei den Kundeneinlagen. Insgesamt konnte das Einlagenvolumen auf rund 2,3 Mrd. Euro gesteigert werden. Im Firmenkundenbereich erhöhte sich das Kreditvolumen um 3,7 % bzw. um 35,5 Mio. Euro. Das sei besonders auf die gestiegene Investitionsneigung der mittelständischen Unternehmen zurückzuführen.
Nach einer eher verhaltenen Nachfrage im ersten Quartal 2010 zeigte sich im Bereich der Baufinanzierungen ab April bis zum Jahresende ein enormer Anstieg der Finanzierungsanfragen. Vorstand Buschmann: „Immobilien gelten weiterhin als beliebtes und gefragtes Instrument zur Altersvorsorge.“
Das Zinsergebnis ist in 2010 auf 67,8 Mio. Euro (Vorjahr 65,0 Mio. €) gestiegen. Das Provisionsergebnis liegt mit 20,1 Mio. Euro leicht über dem Vorjahr (19,9 Mio. €).
Der Verwaltungsaufwand in Höhe von 63,3 Mio. Euro (Sach- und Personalkosten) hat sich gegenüber dem Vorjahr (62,7 Mio. €) erhöht. Im Verbund sind 527 Vollzeitmitarbeiter, 259 Teilzeitkräfte, 60 Auszubildende und damit insgesamt 846 Menschen beschäftigt. Zur Bilanz sagt Buschmann: „Mit einem Jahresüberschuss von rund 4,3 Mio. Euro (Vorjahr 4,0 Mio. €) sind wir zufrieden.“
Laut Einschätzung des Vorstandes sind 60 bis 65 Prozent der Bürger im HRV-Beritt Kunden der Sparkasse. Positive Tendenzen registriert die Sparkasse bei den Mittelständlern, die sich „immer mehr überlegen, zu welcher Bank sie gehen“, so der Vorstand. „Viele sind zu uns gekommen.“
Und ergänzt: „Dem Kreditbedarf innerhalb der Region können wir gut entgegenkommen. Auch nach Basel III.“ (Anmerk. d. Red.: Basel III umfasst Empfehlungen, die die Finanzwelt stabiler machen sollen. Von den Banken wird die Erhöhung der Mindesteigenkapitalanforderungen und die Einführung von Kapitalpuffern gefordert.)
Für das laufende Jahr hält Buschmann Zinssteigerungen nicht für ausgeschlossen.
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