Grundschüler in Velbert wollen alles über Zeitung wissen

14 Tage lang waren die Schülerinnen und Schüler der Klassen 4a und 4b der Albert-Schweitzer-Grundschule von der WAZ mit frischen Zeitungen versorgt worden. Akribisch wurden die Printausgaben im Rahmen des ZeusKids-Projektes untersucht. Jetzt, kurz vor den Sommerferien, bekamen die Schüler Besuch von WAZ-Redakteur Matthias Spruck.
14 Tage lang waren die Schülerinnen und Schüler der Klassen 4a und 4b der Albert-Schweitzer-Grundschule von der WAZ mit frischen Zeitungen versorgt worden. Akribisch wurden die Printausgaben im Rahmen des ZeusKids-Projektes untersucht. Jetzt, kurz vor den Sommerferien, bekamen die Schüler Besuch von WAZ-Redakteur Matthias Spruck.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Nach dem Projekt ZeusKids der Funke Mediengruppe bekamen die Viertklässler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums Besuch aus der Lokalredaktion: WAZ-Redakteur Matthias Spruck beantwortete fast alle Fragen rund um den Alltag der Lokalredakteure

Velbert.. Die Medienerziehung spielt heute eine wesentlich wichtigere Rolle als noch vor Jahren, als die Welt noch nicht über das Internet vernetzt war. Bereits ganz junge Menschen medienkompetent machen – darauf zielt das Zeitungsprojekt der Funke Mediengruppe ab, das unter dem Namen ZeusKids bei Viertklässlern auch an Velberter Grundschulen zum Einsatz kommt. Kürzlich endete wieder einmal eine ZeusKids-Staffel, und an der Albert-Schweitzer-Grundschule an der Deller Straße lud Rektorin Doris Börner WAZ-Redaktionsleiter Matthias Spruck ein, um aus erster Hand aus dem Redaktionsalltag zu erfahren.

Exzellent vorbereitet zeigten sich die zehnjährigen Schüler aus der 4 a und der 4 b. Arbeitszeiten von Journalisten, Verdienstmöglichkeiten, Qualifikationen – alles wollten die Grundschüler wissen, als gelte es, heute noch eine Bewerbung zu schreiben. Aber auch das: „Wie gefährlich ist die Arbeit von Auslandskorrespondenten?“ Diese Frage kam nicht von ungefähr. „Die Kinder lernen beim Projekt, wie Zeitung funktioniert und sehen aber abends im Fernsehen, wie aus Krisenregionen wie der Ukraine berichtet wird“, erläutert eine Lehrerin später.

Interesse am Job des Zeitungsboten

Offensichtlich, diese Erkenntnis setzte sich nach der Befragung des Gastes durch, gehen einige Journalisten erhebliche Risiken ein, um zu informieren. „Ich stelle mir das sehr spannend vor, in anderen Ländern zu leben und über das Leben dort zu schreiben“, sagt einer aus der 4b. Auch der Beruf des Pressefotografen stößt auf großes Interesse. Muss der seine Ausrüstung selbst bezahlen?, wird ehrfürchtig nach dem Fototermin gefragt.

Große Augen machten die Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums, als sie hörten, dass unter Umständen auch nachts gearbeitet wird. Der Anruf von der Feuerwehr, wenn etwa eine Gastronomie im Deilbachtal brennt – „das stelle ich mir interessant vor!“, sagt eine Schülerin am Ende der Veranstaltung, die Wangen vor Abenteuerlust gerötet. Problembewusstsein beweisen die jungen WAZ-Leser auch bei ihren Nachfragen zum Zeitungsboten. „Wenn es schneit und glatt ist im Winter, haben die dann nicht Probleme?“, wollte ein Schüler aus der 4a wissen. Genau das ist in Niederberg in strengen Wintern eine große Herausforderung bei der Zeitungszustellung. „Wie viele Zeitungen muss denn ein Bote so tragen?“, hakte eine Klassenkameradin einfühlsam nach. Nicht immer gab es eine Antwort, aber gelohnt hat sich der Vormittag für beide – für Schüler und WAZ.