Großbrand in Velbert - Firmenhalle stand in Flammen

Die Feuerwehr war mit Kräften aus allen drei Stadtbezirken im Einsatz.
Die Feuerwehr war mit Kräften aus allen drei Stadtbezirken im Einsatz.
Foto: Fritz Baum

Großbrand in Velberter Chemiefabrik

Velbert, 18.02.2015: Großbrand in Velberter Chemiefabrik. In einer Chemiefabrik in Velbert ist am Dienstagnachmittag ein Feuer ausgebrochen. Mehr als 150 Einsatzkräfte waren im Einsatz. Die Nachbarschaft musste evakuiert werden.
Mi, 18.02.2015, 10.43 Uhr

Velbert, 18.02.2015: Großbrand in Velberter Chemiefabrik. In einer Chemiefabrik in Velbert ist am Dienstagnachmittag ein Feuer ausgebrochen. Mehr als 150 Einsatzkräfte waren im Einsatz. Die Nachbarschaft musste evakuiert werden.

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Was wir bereits wissen
Ein Brand in einem Industriegebiet in Velbert hat am Dienstagnachmittag einen Großalarm ausgelöst. Zwei Personen wurden leicht verletzt. Anwohner mussten Häuser verlassen.

Velbert.. Großalarm für die Velberter Feuerwehr am späten Dienstagnachmittag: Im Industriegebiet Röbbeck stand eine Firmenhalle in voller Ausdehnung in Flammen. Schon von weitem war die Rauchsäule zu sehen, die sich meterhoch über dem Gebäude an der Siemensstraße auftürmte. Die Löscharbeiten gingen bis gegen 21.30 Uhr.

Die Feuerwehr war mit Kräften aus allen drei Stadtbezirken im Einsatz, „um die 100 Leute sind hier vor Ort“, sagte Feuerwehrsprecher Reinhard Lüdeke. Auch der Betreuungszug des Roten Kreuzes musste ausrücken. „Wir richten uns auf einen längeren Einsatz ein“, sagte Lüdeke gegen 18 Uhr. Da waren seine Kollegen schon gut anderthalb Stunden im Einsatz. Denn der gestaltete sich schwierig.

Häuser geräumt, Straßen gesperrt

An der Gebäudefront ging es zunächst einigen Bäumen an den Kragen, die der Drehleiter im Weg standen. Gut im Blick behalten mussten die Wehrleute dabei die Fassade der Trapezblech-Halle, die sich stark erhitzt hatte. An immer mehr Stellen verfärbte sich die Wand schwarz, Rauch drang aus allen möglichen Ritzen und Löchern, Flammen loderten gut sichtbar im Inneren des Gebäudes. Mehrere Male gab es den Befehl „zurück“, doch die Wand hielt. Die etwa 500 Quadratmeter große Halle wurde durch das Feuer in Teilen zerstört.

Währenddessen prasselte von einer der beiden Drehleitern permanent Wasser auf das Dach der Halle, nach gut 45 Minuten brauchten die beiden Feuerwehrleute eine Pause, wurden ausgetauscht. Besorgte Nachbarn – Anwohner und Angehörige benachbarter Betriebe – erkundigten sich bei der Einsatzleitung nach dem Rauch: Ist der gefährlich? Müssen wir aus unseren Wohnungen und Firmen raus? – Die Feuerwehr gab zwar Entwarnung, drei Gebäude an der Rückseite der brennenden Halle mussten dennoch geräumt werden. Denn die zwei Wohnhäuser und die Firma an der Harkort­straße standen genau in Abzugsrichtung des Qualms. Anwohner wurden via Rundfunk aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Am späten Abend wurde die Warnung aufgehoben. In der Luft wurden laut Feuerwehr keine bedenklichen Werte gemessen.

Feuer war an Ladestation für Gabelstapler ausgebrochen

Ausgebrochen war das Feuer ersten Vermutungen nach an der Ladestation für einen Elektro-Gabelstapler. „Aber obwohl Betriebsangehörige direkt versucht haben zu löschen, griffen die Flammen auf das Gebäude über“, berichtet Feuerwehrsprecher Reinhard Lüdeke. Ein 57-jähriger Mann wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht, musste aber nicht stationär behandelt werden. Auch ein Feuerwehrmann wurde leicht verletzt.

Die Siemensstraße war während der Löscharbeiten zwischen dem Kreisverkehr Langenberger-/Siemensstraße und dem Kreisel Siemens-/Stahlstraße gesperrt, auch die Langenberger Straße durfte zwischen der Kreuzung Langenberger-/Stahl-/Bleibergstraße und dem Kreisel Langenberger-/Siemensstraße nicht befahren werden.

Wieso es zu dem Feuer gekommen war, ermittelt jetzt die Kriminalpolizei. Weitere Gebäude auf dem Firmengelände wurden laut Feuerwehr nicht in Mitleidenschaft gezogen. Einige Feuerwehrleute sollten bis zum Mittwochmorgen zur Brandwache vor Ort bleiben.