Grippewelle in auch in Langenbergs Seniorenheimen

Desinfektionsspender bieten Besuchern des Elisabeth-Stiftes und des Haus’ Meyberg Prävention.
Desinfektionsspender bieten Besuchern des Elisabeth-Stiftes und des Haus’ Meyberg Prävention.
Foto: Stephan Glagla / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Wo Menschen dicht beieinander wohnen, können sich Bakterien und Viren ausbreiten. Doch die Heime sind gewappnet

Langenberg..  Regelmäßig alle zwei Jahre werde das AWo-Seniorenzentrum Haus Meyberg von einer Grippewelle mit überschwemmt. Was vielleicht auch der Grund für die relativ gelassene Reaktion von Andrea Wissemann, Leiterin des AWo-Seniorenzentrums war, als die WAZ-Redaktion dort nachfragte, wie es den Bewohnern dort zurzeit gehe.

Seit Karneval wurden dort alle Termine abgesagt, die weitere Öffentlichkeit ins Haus gebracht hätten. Natürlich waren die normalen Besuche davon nicht betroffen, dennoch, „wer von den Besuchern selbst infiziert war, blieb sowieso Zuhause.“ Und wer dennoch kam, konnte den Desinfektionsautomaten nutzen, der an der Eingangstür angebracht ist. Nur zusätzliche Ansteckungsmöglichkeiten wollte Wissemann nicht schaffen.

Vielleicht haben auch der Automat und darüber hinaus auf allen Stationen eingerichtete Desinfektionsmöglichkeiten als Vorsichtsmaßnahme bereits dazu geführt, dass nicht alle Bewohner von der Grippewelle betroffen waren.

Hausarzt nur wenn nötig

Auch das Elisabeth-Stift bietet an vielen Stellen die Möglichkeit, sich zu desinfizieren. Hier allerdings waren alle Bewohner in den letzten Wochen erkrankt. „Leider mussten wir die große Karnevalsfeier an Rosenmontag ausfallen lassen“, bedauert Michael Schukolinski, Leiter des Elisabeth-Stiftes. Man habe dennoch im Kleinen mit den gesunden Bewohnern gefeiert. „Die Angehörigen kamen ganz normal weiter“, allerdings nicht so viele wie sonst, was Schukolinski auf die eigene Erkrankung zurückführt.

Auch Mitarbeiter seien betroffen gewesen, genauso wie im Haus Meyberg. Doch in beiden Häusern stabilisiert sich die Lage und am heutigen Dienstag findet auch wieder eine öffentliche Veranstaltung im Haus Meyberg statt: Ab 15.30 Uhr heißt es „Manege frei“ mit den jungen Akteuren des Zirkus Verona. Und das Elisabeth-Stift lädt nächste Woche Donnerstag, 5. März, zur Elisabeth-Serenade ein.

Grund zum Feiern gibt es allemal. Es hätte für manchen Heimbewohner schlimmer werden können. „Gerade für Immun-Geschwächte“, weiß Wissemann. Im Haus Meyberg gab es „literweise Hustentees“, doch an der Verabreichung von Antibiotika kam das Haus nicht vorbei. „Alle, die so hochbetagt sind und auch schon immungeschwächt sind, sind natürlich anfälliger für jede Art von bakteriellem Infekt.“ Wenn es nötig ist, wird der Hausarzt gerufen. Doch „bei normalen Symptomen brauchten wir den nicht zu rufen“, so Schukolinski. Allerdings wird er bei medikamentösen Verschreibungen oder einer möglichen Krankenhauseinweisung gerufen. „Dazu ist es zum Glück nicht gekommen“, freut sich Schukolinski.