Grenzen, Freiheit und Beziehungen

Langenberg..  „Den roten Faden bewahren“, so lautet der Titel der neuen Doppelausstellung der Galerie 23. Am kommenden Samstag, 21. Februar, lädt das Haus um 18 Uhr zur Vernissage in die Frohn­straße 3 ein. Bis einschließlich 22. März sind die Arbeiten von Enoh Lienemann und Gabriele Kaiser-Schanz dort zu sehen.

Die Studien der heutigen Objekt- und Performancekünstlerin Gabriele Kaiser begannen an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Nach der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz ging es zur Kunstakademie Düsseldorf, um Textile Kunst, Bühnenbild und Bildhauerei zu studieren. In ihren Ausstellungen beschäftigt die Essenerin der Mensch in all seinen Facetten, von der Zellformung bis zur Auseinandersetzung des Individuums mit seinen gesellschaftlichen Normen und Zwängen. In ihren Arbeiten zeigt sie die Einengung von Körper und Seele, die Beziehung von innen und außen.

Enoh Lienemann, in London geboren mit deutsch nigerianischen Wurzeln, beschreibt das Spannungsverhältnis zwischen Freiheit, Unfreiheit und Grenzen in Videoinstallationen, Fotografie und Kurzfilm. „Wir spüren alle Grenzen in uns und wissen nicht was uns im Leben erwartet. Diese Dinge zeigen wir natürlich nicht gerne nach außen, aber sie sind trotzdem in uns. Es gibt immer Situationen in denen wir mit unseren Grenzen konfrontiert sind. Manchmal sogar bis zur Unerträglichkeit. Es ist immer ein Wechsel zwischen Freiheit und Unfreiheit“, so Enoh Lienemann.