GLW in Velbert arbeitet mit neuer Software

Pressekonferenz zur Modernisierung der Automatisierungstechnik mit Unterstützung von Sparkasse HRV und Wieland-Werken Langenberg bei der GLW in Velbert am Montag den 23.2.2015. Im Bild hinten von links: Jörg Buschmann (Sparkasse), Britta Wiese und Alexander Blässing (Wieland-Werke AG), Matthias Frank und Udo Jacoby (Siemens Industry), Dr. Ulrich Irle (Becker Familienholding), vorne v.l.: Robert Haas, Gisela Kramm und Joachim Fröhlich (GLW).
Pressekonferenz zur Modernisierung der Automatisierungstechnik mit Unterstützung von Sparkasse HRV und Wieland-Werken Langenberg bei der GLW in Velbert am Montag den 23.2.2015. Im Bild hinten von links: Jörg Buschmann (Sparkasse), Britta Wiese und Alexander Blässing (Wieland-Werke AG), Matthias Frank und Udo Jacoby (Siemens Industry), Dr. Ulrich Irle (Becker Familienholding), vorne v.l.: Robert Haas, Gisela Kramm und Joachim Fröhlich (GLW).
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Sparkasse HRV, die Wieland-Werke Langenberg und Siemens Industry unterstützen die Aus- und Weiterbildungseinrichtung.

Velbert..  Für die Gemeinschaftslehrwerkstatt (GLW) startet das neue Jahr mit einem großzügigen Geschenk. 120000 Euro stellen die Sparkasse HRV und die Wieland-Werke Langenberg zur Verfügung, um die GLW bei ihrem Ausbildungsauftrag zu unterstützen. „Die GLW ist eines der wichtigsten Unternehmen für mittelständische Produktionsunternehmen in unserem Raum“, betont Jörg Buschmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse HRV. Lobend erwähnt er dabei auch die „langjährige Partnerschaft“, die sein Haus mit der GLW verbindet. Auch zwischen den Wieland-Werken und der GLW besteht seit über 40 Jahren eine Partnerschaft im Bildungsbereich.

Die Einrichtung an der Poststraße erfüllt im Auftrag der regionalen Industrie eine breit angelegte Zielsetzung: So sollen junge Menschen fit gemacht werden für den Ausbildungsmarkt, soziale Kompetenzen vermittelt, andererseits aber auch Facharbeitern Qualifizierungsmaßnahmen angeboten werden.

Auch die Wieland-Werke profitieren von dem Einsatz der GLW: „Wir schicken Mitarbeiter, die hier weitergebildet werden“, sagt Wieland-Werksleiter Alexander Blässing. „Wie viele Firmen leiden auch wir unter Facharbeitermangel. Jugendliche, die durch die Hände der GLW gegangen sind, sind ein Gewinn für unsere Firma.“ Eine Spende für die Gemeinschaftslehrwerkstatt – auch für die Sparkasse „eine Investition in die Zukunft der mittelständischen Industrie“, urteilt Buschmann.

Kampf um Wettbewerbsfähigkeit

Mit der Spende wurden im Vorfeld zehn Ausführungen einer weltweit bekannten und genutzten Computersoftware für Industrieautomatisierung angeschafft. Zwei Vertreter der Herstellerfirma Siemens Industry waren eigens zur Feierstunde der GLW angereist. „Wir stellen diese Software zum Vorzugspreis zur Verfügung und bieten zusätzlich noch eine kostenlose Schulung an“, sagte Udo Jakoby von Siemens, der als Ansprechpartner Kontakt zu regionalen Bildungsstätten hält.

GLW-Geschäftsführer Joachim Fröhlich dankte allen Beteiligten für die Spende, die den Wert der Ausbildung in der Automatisierungstechnik deutlich voranbringe. Aber Fröhlich nutzte die Gunst der Stunde, um auf weitere Mängel hinzuweisen. Da sei etwa die Drehmaschine, die bereits 30 Jahre auf dem Buckel habe. „Uns fehlen elektronische Prüfgeräte, und von unseren ohnehin zu wenigen Computern sind viele völlig veraltet“, klagte Fröhlich. Innerhalb weniger Jahre überfordere die Datenflut, die bei einigen Schulungen anfalle, die Rechner im Haus.

„Wir müssen als Fort- und Weiterbildungseinrichtung wettbewerbsfähig bleiben“, sagte der Geschäftsführer an die Adresse der Gäste. Dies funktioniere nur dann, wenn der „Fuhrpark“ kontinuierlich auf neuem Stand gehalten werde. Die Konkurrenz werde dadurch verschärft, dass die Teilnehmerzahl von Auszubildenden und jenen, die für eine Qualifizierungsmaßnahme bei der GLW anfragen, insgesamt abnimmt.