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Giftköder-Funde in Velbert nicht bestätigt

14.12.2011 | 17:17 Uhr
Giftköder-Funde in Velbert nicht bestätigt
Rauhaardackel Paula mit einem präparierten Wurststück (Situation gestellt). Foto: Matthias Graben

Langenberg.   Viele Hundebesitzer sind verunsichert. Im Internet kursieren Fundortlisten vergifteter Hund.

Seit einigen Tagen herrscht bei einigen Hundebesitzern im Umkreis der Ausnahmezustand. Im Internet kursieren weiterhin Meldungen und Fundortlisten von vergifteten Hunden in Essen, Velbert und Hattingen.

Auf der Internetplattform Facebook haben sich bereits über 9000 besorgte Nutzer das „Giftköderradar“ auf ihr Handy geladen. Mit der Anwendung (0,79 Euro) können sich Hundebesitzer auf Warnkarten über Giftköder in ihrer Umgebung informieren.

Meldungen häufen sich

Die Horror-Meldungen aus dem Internet wurden bisher nicht offiziell bestätigt. Der Velberter Polizeichef Ulrich Laser gibt Entwarnung für Hundebesitzer in der Stadt: „Uns ist davon nichts bekannt. Es wurde bisher weder der Tod eines Hundes gemeldet noch der Fund eines Giftköders.“

Die Polizei ruft Hundebesitzer auf, Funde von Giftködern und etwaige Vergiftungsfälle in jedem Fall zu melden. Wichtig sei auch, sich den Ort genau zu merken und das Tier im Verdachtsfall sofort zum Tierarzt zu bringen. Der Essener Tierarzt Hans-Jürgen Apelt rät, das Tier gut zu beobachten, denn die Symptome zeigten sich nicht unmittelbar. Zwischen sechs Stunden und zwei Tagen könne es dauern, bis innere Blutungen einsetzten und die Besitzer bemerkten, dass mit dem Tier etwas nicht stimmt. „Wenn es in der Lunge blutet, kriegt der Hund schlecht Luft, manche Tiere haben Blut im Stuhl“, sagt Apelt, dem in den vergangenen Tagen immer wieder verunsicherte Besitzer ihre Tiere in die Praxis gebracht haben – ohne dass sich der Vergiftungsverdacht bestätigte.

Wachsam bleiben

Während der Polizei im Kreis Mettmann keine Anzeigen oder Verdachtsfälle vorliegen, häufen sich Meldungen im Internet. Von sechs getöten Hunden binnen acht Tagen allein im Essener Süden ist die Rede. Die Informations-Maschinerie lässt sich kaum mehr stoppen, versetzt immer mehr Besitzer in Angst – und Wut. „Was da gerade passiert“, sagt Tierarzt Apelt, „ist eindeutig überzogen.“ Doch wachsam solle man natürlich sein – ganz wie der Hund.

Miriam OtterbeckClaudia Pospieszny

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Giftköder-Funde in Velbert nicht bestätigt
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http://www.derwesten.de/staedte/velbert/giftkoeder-funde-in-velbert-nicht-bestaetigt-id6163285.html
2011-12-14 17:17
Velbert