Gewerkschaft NGG warnt vor Tricks bei Arbeitsverträgen

Kreis Mettmann..  Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) appelliert an alle Beschäftigten im Kreis Mettmann vorsichtig mit neuen Arbeitsverträgen zu sein. Zwar profitieren viele vom neuen gesetzlichen Mindestlohn, aber gerade diejenigen, denen vom Chef ein neuer Vertrag angeboten wird, sollten nun aufpassen. Grund dafür ist das viele Arbeitgeber versuchen, die Mehrkosten beim Lohn auf die Arbeitnehmer abzuwälzen. „Konkret sieht das dann so aus, dass die Betriebe kein Urlaubsgeld mehr zahlen oder das Weihnachtsgeld streichen“, sagt der Geschäftsführer der NGG-Region Düsseldorf-Wuppertal, Torsten Gebehart. „Um das zu erreichen, versuchen sie jetzt ihren Beschäftigten neue Arbeitsverträge unterzujubeln“, erklärt Gebehart. Das bedeutet, dass statt mehr Geld zu verdienen, der Beschäftigte möglicherweise sogar weniger verdient. Daher solle selbst, wenn es nur um weniger Wochenstunden gehe, aufgepasst werden, denn dies könne bedeuten, dass gleiche Arbeit in weniger Zeit verrichtet werden soll. „Besonders übel sei es, wenn im Arbeitsvertrag geregelt werde, dass Überstunden erst später – beispielsweise innerhalb von zwölf Monaten – bezahlt werden müssen“, warnt der NGG-Geschäftsführer.