Gerast wird an vielen Stellen
26.06.2012 | 18:52 Uhr 2012-06-26T18:52:00+0200
Velbert. Der 24-Stunden-Blitz-Marathon der Kreispolizei rückt näher: Mindestens an 13 Stellen wird am 3. Juli in Velbert kontrolliert. Der Velberter WAZ-Leserbeirat gibt Tipps
Es soll geblitzt werden, was die Linsen hergeben. Von sechs Uhr morgens am 3. Juli bis sechs Uhr früh am 4. Juli. In ganz Nordrhein-Westfalen und damit auch im Kreis Mettmann. Und auch die Bürger in Velbert bewegt die Frage, wie sicher die Straßen sind. Thomas Decken, Polizei-Oberrat, Koordinator der Blitzaktion, ist beeindruckt von über 200 E-Mails und mindestens 150 Anrufen. Davon eine große Anzahl auch aus dem Velberter Stadtgebiet. Das Ergebnis für Velbert heißt: An mindestens 13 Stellen im Takt von etwa ein bis zwei Stunden wird die Polizei Raser dingfest machen und auch direkt kassieren.
Stefan Rakowski vom ACE Deutschland kommentiert aus Sicht des Verkehrsclubs die Aktion. „Wir befürworten grundsätzlich jede Maßnahme, die dazu beiträgt, Leben zu retten. Wenn auch nur ein Kind weniger im Verkehr ums Leben kommt, hat die Aktion Sinn gemacht“, so der für NRW hauptberufliche ACE-Mitarbeiter. „Eines kommt hinzu“, vertieft Rakowski seine Stellungnahme: „Die PR-Aktion von Innenminister sollte ein Stück weit auch dazu beitragen, dass wir uns Gedanken zur innerstädtischen Durchschnittsgeschwindigkeit machen. Dort, wo 50 km/h erlaubt sind, wird 60 im Schnitt gefahren.“ Die Polizei Mettmann fordert Autofahrer auf, sich die nachfolgenden Zahlen vor Augen zu führen: „Bei Tempo 65 km/h sterben acht von zehn Fußgänger, bei Tempo 50 überleben acht von zehn.“ Dies sollte zu denken geben.
Die Mitglieder des WAZ-Leserbeirates stimmen dem Blitz-Marathon mehrheitlich zu.
Christel Bierwas (Velbert-Mitte) sagt uns: „Ich glaube schon, dass diese Aktion etwas bringt. Die von Bürgern ausgesuchten Stellen sind wichtig: wie zum Beispiel im Bereich von Schulen, Kindergärten oder unübersichtlichen Ausfahrten.“
Ute Hecker (Velbert-Mitte) meint: „Das ist ein neuer Weg, der ausprobiert werden kann, obwohl sich meine Begeisterung in Grenzen hält. Ich persönlich wüsste jetzt keine Stelle, die kontrolliert werden müsste. Es sollte ein Versuch sein, der aber ausgewertet werden muss.
Lars Michalski aus Langenberg: „Ich finde die Aktion grundsätzlich gut, obwohl ich ein Stück weit Leidtragender bin. Die Alte Poststraße, die von vielen Kindern als Schulweg genutzt wird, wäre für die Blitzaktion geeignet. Alles in allem: Wenn es der Verkehrssicherheit dient, bin ich dafür.“
Stefan Mysliwitz aus dem Stadtteil Neviges: „Grundsätzlich halte ich das für eine gute Idee. Da es aber so groß angekündigt wird, wird die Aktion eventuell verpuffen.“
Gabriele Pohley, Neviges meint: „Generell ist es gut, dass gegen Raser vorgegangen wird. Bei uns in der Schützenstraße kommen die Autos sehr schnell den Berg hoch. Schüler der Heinrich-Kölver-Schule sind immer wieder gefährdet. Nur ,Blockwart-Denken’ darf sich nicht breitmachen.“
Dr. Karen Schemken aus Velbert-Mitte sagt: „Die Aktion wird eine vorbeugende Wirkung haben, da die meisten vorgewarnt sind. Für die Straße Am Kalksteinbruch im Langenhorst wünsche ich mir den Blitzereinsatz, dort wird deutlich zu schnell gefahren.“
Hermann-Josef Schmitz, Langenberg: „Die Aktion finde ich gut, denn die Bürger wissen am besten, wo gerast wird und wo es gefährlich ist.“
Norbert Stevens, Neviges: „Ich finde die Aktion sehr gut, damit Sicherheit eine größere Verbreitung finden wird. Im 30-km/h-Bereich Auf den Pöthen sollte kontrolliert werden. Diese Straße wird vielfach als Abkürzung missbraucht.“
Herbert Leonhardt, Tönisheide, wünscht sich die Blitzaktion der Polizei auf der Wimmersberger Straße in Tönisheide: „Hier wird generell zu schnell gefahren!“
0mitdiskutieren