Gefährliche Schönheit
03.03.2008 | 18:21 Uhr 2008-03-03T18:21:03+0100Der 6. Naturwissenschaft- und Techniktag an der Gesamtschule war spannend und informativ.Die Schüler haben sich eigenständig um die Umsetzung der Projekte gekümmert
Es brodelt verdächtig und schon bricht der Vulkan aus. Das sorgt für Begeisterung und Faszination. Panik und Schrecken bleiben aus. Denn es handelt sich hier glücklicherweise nur um einen nachgestellten Vulkanausbruch beim sechsten Naturwissenschafts- und Techniktag der Gesamtschule Velbert-Mitte.
Claudiu Simion und Timo Erpelding, beide Schüler der Klasse 7c, haben ihre Faszination an Vulkanen aber schon lange vor Projektbeginn entdeckt. Die Chance, die Entstehung von Vulkanen zu erläutern und einen Ausbruch zu demonstrieren bot sich den beiden an diesem Tag. Und natürlich, wenn es "Action" heißt, sind auch die anderen Schüler ganz begeistert. Die Jugendlichen sind so dicht um den bald ausbrechenden Vulkan gedrängt, dass Timo einschreiten muss: "Ich bitte alle, die das Experiment schon gesehen haben, bitte zurückzutreten."
Die beiden haben sich in ihrer Freizeit auf ihre Show an diesem Tag vorbereitet. Seit vier Monaten haben sie schon geplant, entwickelt und Konzepte erstellt. "In den vergangen vier Wochen sind wir dann intensiv in die Umsetzung gegangen." Die größten Sorgen hatten die beiden Tüftler jedoch nicht, dass die Präsentation des Vulkanausbruchs daneben gehen könnten, sondern dass sie bei den Erklärungen einen Hänger haben. Doch auch diese Befürchtung blieb unbegründet. Die beiden haben sich perfekt vorbereitet. Mit Powerpointpräsentation erklären sie, wie Vulkane entstehen und wie die Ausbrüche zu Stande kommen. Timo führt sicher durch die Präsentation. "Vulkane sind eine Schönheit mit riesiger Gefahr." Und wer sich die zahlreichen Infos nicht merken kann, bekommt auch noch einen Flyer mit nach Hause.
Die Konstruktion des gebauten Vulkans ist auf Pappmaché und Gips. Das Modell haben die beiden selbst gemacht. Rund um den Vulkan sind grüne Wiesen, Mooslandschaften und Wege angelegt, und natürlich dürfen auf der Idylle auch grasende Kühe nicht fehlen. Allein zwanzig Päckchen Backpulver brauchten die beiden, um den großen Vulkan zum Ausbruch zu bringen.
Die beiden finden den Naturwissenschafts- und Techniktag klasse. "Es macht nicht nur wahnsinnig Spaß, sondern wir finden es auch gut, dass man selbst viel lernt. Wie man Wissen beschreiben, kann und wie man die Experimente spannend gestaltet." Vor allem wissen die jungen Naturwissenschaftler jetzt auch eines: "Die Lehrer haben einen verdammt schweren Job."
Die anderen Projekte fanden Claudiu Simion und Timo Erpeling auch sehr spannend und informativ, doch der starke Andrang bei ihrem Vulkanexperiment lässt sie ahnen, dass sie sich schon ein besonders faszinierendes Thema ausgesucht haben.
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