Das aktuelle Wetter Velbert 9°C
Aus Depotcontainerplätze...

Ganz schön daneben

21.01.2011 | 18:46 Uhr

Velbert.Der frostige Winter vor und nach der Jahreswende hat auch in Velbert sein Unwesen getrieben. Nun ist der Anblick auf die Spuren, die er hinterlassen hat, kein besonders schöner. „Durch den ständigen Schneefall und die Kälte konnten wir unsere Kehrmaschinen nicht zum Einsatz bringen“, sagt Bernd Wieneck, Geschäftsbereichsleiter der Technischen Betriebe Velbert (TBV) über die wochenlangen Müllansammlungen an manchen Depotcontainerstellen.

„Die Container konnten nicht geleert werden, und die Bürger wollten ihren Müll nicht zu Hause behalten - so kam es zu der Stapelung“, vermutet er. Die Kulisse auf dem Parkplatz der Gesamtschule oder aber an der Bahnhofstraße war noch Anfang dieser Woche von einem Müllberg gezeichnet. Auch wenn der Container an der Bahnhofstraße am Montag noch leer stand, tummelten sich sämtliche Kartons, Tüten, Holz und Kissen rund um die Tonnen. Erst ab zwei Grad plus aufwärts könne man die Kehrmaschinen für die Straßenreinigung und die Abfallentsorgungsgeräte in Betrieb nehmen. Dieser Fall ist erst am vorvergangenen Donnerstag eingetreten. „Natürlich muss damit gerechnet werden, dass aufgrund der großen Müllmenge die Arbeiten länger dauern können, als gewöhnlich“, räumt Wieneck ein. Ein Blick über den Müllhaufen lässt unschwer verbergen, dass nicht nur Pappe, Papier und Kartonagen und Altglas entsorgt wurden, sondern auch für den Depotcontainer nicht vorgesehener Unrat. Ein Mitarbeiter der Technischen Betriebe Velbert erzählt, ihnen sei auch eine Matratze und ein Kleiderschrank untergekommen. „So etwas nehmen wir zwar mit und verbrennen es, doch das sind natürlich zusätzliche Kosten, die auf uns zukommen“, erklärt der Geschäftsbereichsleiter. Zusätzliche Kosten, die nicht zuletzt der Bürger selbst tragen muss.

Die TBV räumen nun nach. Auch matschige Reste der Silvesterböller werden beseitigt. „Wir haben unsere Standplätze schon abgefahren.“ Rund 100 Depotcontainerplätze gibt es in Velbert, 18 davon sollen nun eingespart werden. „Wir werden den Depotcontainer am Fasanenweg in Langenhorst abschaffen“, so Wieneck. „Es wird nur wenig Gebrauch von diesem Container gemacht.“ Den Langenhorstern bleiben zwei Container am Höhenweg und am Wasserfall.

Nächste oder übernächste Woche soll auch der Depotcontainerstand an der Sontumer Straße beseitigt werden. Begründung: „Geringe Einsammelmenge, dafür aber eine zu hohe Verschmutzung.“ Die Sontumer Straße ist eine Problemzone: Schon vor drei Jahren wurden die Depotcontainer dort sehr stark verunreinigt, sämtlicher Unrat wurde dort abgeladen, heißt es von den TBV, so dass auch die Polizei eingeschaltet werden musste.

Katharina Erschov

Facebook
 
Videos die Sie interessieren könnten
Kommentare
24.01.2011
08:53
Ganz schön daneben
von ecki84 | #5

Die ganze Stadt sieht dreckig aus, nicht nur im Winter. Aber nach dem heftogen Winter war und ist es extrem. Wir haben bald Februar und noch immer liegen Reste von Silvester auf den Straßen. Was spricht noch für diese Stadt? Ich überlege ernsthaft, ob ich nicht wegziehe. Mittlerweile würde ich es ohne jedes weinende Auge machen

22.01.2011
17:42
Ganz schön daneben
von klazi | #4

Velbert ist und bleibt eine Dreckstadt. Das liegt aber nicht in erster Linie an der Verwaltung, sondern eben an vielen unverantwortlichen Bürgern. Wenn die Container voll sind, so halte ich es, nehme ich mein Zeugs wieder mit nach Hause und mache einen zweiten oder dritten Anlauf, Leergut oder Papier ordnungsgemäß zu entsorgen.
Der Schnee schmilzt und nicht nur der Müll wird sichtbar, sondern auch die Hinterlassenschaften von Hunden unverantwortlicher Hundehalter, nach dem Motto, der Schnee wird es schon verdecken.
Diese Dinge sind ein ständiges Ärgernis. Da reicht auch nicht der jährliche Dreckwegtag , der ohnehin nur ein Showlaufen für besenschwingende Politiker ist und keine Nachhaltigkeit hat.
Ich jedenfalls kehre weiterhin vor meiner eigenen Türe und das regelmäßig.

22.01.2011
17:21
Ganz schön daneben
von bkka | #3

Richtig - selbstverständlich trifft die Mitarbeiter der TBV keine Schuld an den schlimmen Zuständen der Containerplätze. Aber wenn irgendwelche Zeitgenossen ihren Müll der da nicht hingehört entsorgen, dann ist nun mal der Betriebshof für die Entfernung zuständig – wer den Zustand herbeigeführt hat, ist dabei zweitrangig und wird sich in den meisten Fällen auch nicht ermitteln lassen.

22.01.2011
16:22
Ganz schön daneben
von scheinsein | #2

Ich bin der Meinung, dass sich jeder Einzelne, der seinen Rest-Müll (Matratzen,Sperrmüll) wahllos an einem Containerstellplatz hinetrläßt, an der Situation Schuld ist und nicht die Mitarbeiter der TBV, die solchen Umweltverschmutzern ihren Dreck hinterher räumen müssen.

22.01.2011
08:09
Ganz schön daneben
von bkka | #1

ja ja, der Winter ist an allem schuld - das ist ja so bequem - mag ja sein, dass die Containerplätze nach dem Winter besonders schlimm aussehen. Aber aber auch im Frühling, Sommer und Herbst sehen die Containerplätze nicht viel besser aus - diese Plätze sind kein gutes Aushängeschild für die Stadt Velbert. Und nachdem jetzt viele Containerplätze wegfallen, wird das natürlich noch schlimmer werden. Der Betriebshof müsste sich einfach mehr um solche Dinge kümmern.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/4192821/create

Aktuelle Fotos und Videos
Kindergarten im Wald
Bildgalerie
Waldkinder
Hardenberger Schützenfest
Bildgalerie
Brauchtum
Projekt Gesundheit
Bildgalerie
Regenbogenschule
Kurzer Prozess
Bildgalerie
Fußball
Aus dem Ressort
Marken-Image leidet durch Gerüchte
Opel
Die Gerüchte um eine Schließung des Opel-Werks in Bochum reißen nicht ab – und manch einer befürchtet dadurch einen Imageschaden für die Marke Opel. Die WAZ wollte wissen, ob das drohende Aus für die Fertigung des Astra im Ruhrgebiet auch bei den Velberter Opel-Käufern und -Fans ein Gesprächsthema
Stadt: U3-Ausbau ist doch machbar
Kinderbetreuung
Ausweg aus der Millionen-Finanzierungslücke: Geld aus Belastungsausgleich für nötige Investitionen einsetzen. Richter: „Diese Mittel können ausreichen.“